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PRESSEMITTEILUNG |
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68.542 Personen von Optionskommunen im ersten Halbjahr 2006 in den ersten Arbeitsmarkt integriert
Landkreistag koordiniert Kennzahlenvergleich unter Moderation der Bertelsmann Stiftung für alle 69 Optionskommunen
„Im ersten Halbjahr 2006 haben die 69 Optionskommunen 68.542 der erwerbsfähigen Hartz IV-Empfänger in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Etwa 8 % der Einwohner und damit mehr als 1 Mio. Menschen haben Leistungen nach Hartz IV in Anspruch genommen“, so der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT), Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz), anlässlich der Vorstellung erster Kennzahlen aus den Landkreisen und kreisfreien Städten, die die Arbeitsmarktreform ohne die Bundesagentur für Arbeit umsetzen. „Über 90.000 der erwerbsfähigen Leistungsempfänger haben pro Monat an Maßnahmen mit dem Ziel der Eingliederung in den Arbeitsmarkt teilgenommen.“
Seit Jahresbeginn vergleichen alle 69 Optionskommunen die eigenverantwortliche Umsetzung der Arbeitsmarktreform untereinander. Dieser Kennzahlenvergleich wird von der Bertelsmann Stiftung begleitet und unterstützt. Die Vergleichsarbeit erfolgt in sieben Ringen, die nach einer Vielzahl struktureller Kriterien wie Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskraft, Einwohnerdichte gebildet wurden, um möglichst ähnlich strukturierte Optionskommunen gegenüberzustellen.
Duppré dazu: „Schon im Sommer des letzten Jahres hat der Deutsche Landkreistag die Erarbeitung eines einheitlichen und gemeinsamen Katalogs von Kennzahlen mit der Bertelsmann Stiftung koordiniert. Es geht vorrangig darum, auf der Basis vergleichbarer Daten den eigenen Vollzug zu optimieren und voneinander zu lernen. Zugleich werden auf diesem Weg einheitlich gewonnene und in den Verwaltungsvollzug hinein nachvollziehbare Kennzahlen gewonnen, die auch für Vergleiche über den Kreis der Optionskommunen hinaus genutzt werden können.“
Die Ergebnisse lauten im Einzelnen:
8,2 % der 12,7 Mio. Einwohner in den Optionskommunen und damit mehr als 1 Mio. Menschen haben Leistungen nach Hartz IV in Anspruch genommen. Mehr als 673.000 Personen wurden als erwerbsfähig eingestuft.
Im ersten Halbjahr 2006 wurden in allen Optionskommunen 68.542 Menschen und somit 10,2 % aller erwerbsfähigen Hilfeempfänger in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert. Diese Zahl ist nicht ohne Weiteres mit der Integrationsquote der Bundesagentur (BA) vergleichbar, da die BA als Bezugsgröße nicht alle erwerbsfähigen Hilfeempfänger, sondern nur diejenigen betrachtet, die aus ihrer Sicht aktiviert werden können.
Durchschnittlich wurden jeden Monat knapp 1 % der Erwerbsfähigen mit Sanktionen belegt, im Bereich der Unter-25-Jährigen 1,3 %.
Über 90.000 Menschen und damit 14,6 % der erwerbsfähigen Hilfeempfänger sowie 16,5 % der Unter-25-Jährigen befanden sich in Maßnahmen.
21,2 % der erwerbsfähigen Hilfeempfänger bezogen Einkommen aus Erwerbstätigkeit, allerdings mehr als die Hälfte dieser Personen weniger als 400 Euro pro Monat. Das angerechnete Einkommen betrug im Schnitt ca. 293 Euro im Monat.
Die durchschnittliche Größe der Bedarfsgemeinschaften in den Optionskommunen betrug 1,83 Personen. Die monatlichen Gesamtkosten einer Bedarfsgemeinschaft waren mit ca. 1.000 Euro zu veranschlagen, wobei 850 Euro als Transferleistungen (u.a. Regelleistung, Sozialversicherungsbeiträge, Unterkunftskosten) ausgezahlt wurden.
Die Unterkunftskosten betrugen 278 Euro pro Monat.
Berlin, den 9. Oktober 2006
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