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Eine ereignisreiche Woche
Aufgrund der Vielfalt des täglich gebotenen Standprogramms und der fachlichen und politischen Kontaktpflege sollen im Folgenden die einzelnen Messetage chronologisch aufgeführt werden.

Freitag, 16.1.2009: Partnerkreise Minden-Lübbecke und Uckermark verbinden viele Initiativen
Mit Schwung begann der erste Messetag. Zu Gast am Stand waren die Landkreise Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) und Uckermark (Brandenburg), deren Landräte Dr. Ralf Niermann und Klemens Schmitz eine Reihe gemeinsamer Initiativen vorstellten. Dazu zählten beispielsweise ein Projekt zur Breitbandversorgung im ländlichen Raum, landtouristische und kulinarische Angebote für gestresste Städter und abwechslungsreiche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Highlight war zweifelsohne die Draisine, die im Auenland der ganzen Familie Gelegenheit bietet, per Muskelkraft auf Schienen zu fahren – und das über 14 km.

Die Partnerkreise füllten damit das Standmotto „Landkreise verbinden“ sehr anschaulich aus und verbanden so etwa Stadt und Land, Fläche und Internet sowie Augen und Gaumen. Nicht fehlen durften natürlich die jeweiligen Regionalmarken „Mühlengarten“ und „UCKERMARK“, die für kontrollierte Qualität regionaler Spezialitäten ebenso stehen wie für eine generelle Vermarktung der Landkreise als starker und attraktiver Lebens-, Wirtschafts-, Kultur- und Naturraum. Ebenso wurde das gebietsbezogene, integrierte Entwicklungskonzept des „Bündnis Ländlicher Raum im Mühlenkreis“ aus Minden-Lübbecke präsentiert, ein Zusammenschluss von derzeit 108 Mitgliedern sowie ca. 100 weiteren kooperierenden Partnern, die sich für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung im ländlichen Raum einsetzen. Diese Angebote wurden auch von der niederländischen Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg und dem nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg in Augenschein genommen, die dem Stand einen Besuch abstatteten und sogar auf der Draisine in die Pedale traten.

Samstag, 17.1.2009: Darmstadt-Dieburg und Schmalkalden-Meiningen – High-Tech aus dem ländlichen Raum
Die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Schmalkalden-Meiningen zeigten, wie viel High-Tech im ländlichen Raum steckt. Darmstadt-Dieburg reiste mit der Firma Riegler an, die im Landkreis High-Tech-Produkte zur Überprüfung der Sauberkeit von Oberflächen für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie herstellt. Kernstück des Auftritts war die Demonstration eines Hygieneschnelltests, mit dem Messebesucher die Sauberkeit ihrer Hände überprüfen lassen konnten – mancher Besucher war sehr erstaunt, wie viel Schmutzpartikel sich noch auf seiner frisch gewaschenen Hand befunden haben. Davon konnte sich auch der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher überzeugen. Der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Ralf Luther, erläuterte daneben, wie die Firma GEOTEX Produkte aus Schafwolle produziert, die in der Thüringer Rhön gewonnen wird. Die Messebesucher konnten sich in diesem Zusammenhang anhand einer aus Schafwolle gewonnenen Erosionsschutzmatte für den Landschafts- und Gartenbau selbst davon überzeugen, wie vielfältig der Naturrohstoff Schafwolle einsetzbar ist.

Abgerundet wurde das Standprogramm durch regionale Spezialitäten aus den Landkreisen – vor allem ließen sich viele Besucher den „Rhöntropfen“, einen Kräuterlikör, schmecken. Weitere Gäste am Stand waren der Landrat des Landkreis Gotha, Konrad Gießmann, sowie der ehemalige thüringische Kultusminister, Prof. Dr. Jens Goebel. Sogar die Finanzministerin und derzeitige geschäftsführende Regierungschefin des Freistaates Thüringen, Birgit Diezel, schaute am Stand vorbei.

Sonntag, 18.1.2009: Kreis Plön mit zwei Burgen im Gepäck
Know-how und High-Tech bildeten auch die Überschrift für den nächsten Messetag. Der Kreis Plön präsentierte das Klimaschutz-Technologiezentrum Blomenburg, das jungen, innovativen Unternehmen und Existenzgründern eine optimale Basis für ihre Entwicklung und Ansiedlung in der ländlichen Region bietet. Vorgestellt wurde ein Infrastrukturprojekt im Kreis mit innovativen Siedlungskonzeptionen sowie das Modell einer Wärmetauschanlage zur alternativen Energieversorgung von Gebäuden.

Des Weiteren wurde die Turmhügelburg Nienthal von drei mittelalterlich gekleideten Mitarbeiten dieser Tourismus- und Veranstaltungsdestination beworben. Präsentiert wurde Mittelalterliches zum Anfassen. Ziel des die Turmhügelburg betreibenden Fördervereins ist es, die Burg anhand historischer Vorbilder zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Ein mittelalterliches Zentrum und Museum auf der Anlage leistet so einen Beitrag zur touristischen Belebung in der Region. Landrat Dr. Volkram Gebel konnte am Stand u.a. den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, Peter-Harry Carstensen, den Chef der Kieler Staatskanzlei, Heinz Maurus, sowie die Präsidentin des schleswig-holsteinischen LandFrauenVerbandes, Helga Klindt, begrüßen.

Montag, 19.1.2009: Geballte Kraft aus Brandenburg mit Barnim und Elbe-Elster
Passend zum Brandenburg-Tag in Halle 21b und dem am Abend stattfindenden Empfang in der Brandenburg-Halle ging es am Montag auch am Stand des DLT brandenburgisch zu: Die Landkreise Barnim und Elbe-Elster waren ein regelrechter Publikumsmagnet mit ihren zahlreichen Darbietungen handwerklichen und kulinarischen Geschicks.

Der Landkreis Barnim stellte das Vernetzungsprojekt „Geopark - regionale Kooperation über Kreis-, Landes- und Staatsgrenzen hinweg“ vor. Zur Veranschaulichung des Zusammenwirkens unterschiedlicher Akteure als Basis für die bestmögliche Nutzung des landschaftlichen und wirtschaftlichen Potenzials im Geopark „Eiszeitland am Oderrand“ konnten sich die Messebesucher mit der historischen Holzschuhproduktion und dem traditionellen Steinschlägerhandwerk - beides live an Ort und Stelle vorgeführt - vertraut machen. Vor allem Kinder und Jugendliche konnten ihre Treffsicherheit beim Holzschuhzielwerfen testen - schon bei einem Treffer von drei geworfenen Bällen wartete auf Sie eine kleine Belohnung. Stimmungsvoll waren hierbei auch die in Tracht gekleideten Damen aus Friedrichswalde, wo die Holzschuhe als Tradition gepflegt und produziert werden; da wurde auch schon mal am Stand mit dem Publikum getanzt und nach Klängen vom Akkordeon die Landeshymne „Märkische Heide, märkischer Sand“ zum Besten gegeben. Äußerst interessant war auch die Darbietung des Steinschlägers Matthias Schmidt, der am Stand große Feldsteine spaltete. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, der dem Stand einen ausführlichen Besuch abstattete, hatte eine Reihe von Fragen an den Handwerker und spaltete sogar eigenhändig einen Stein mit einem großen Vorschlaghammer.

Der Ministerpräsident überzeugte sich zudem vom Angebot der Südbrandenburger aus Elbe-Elster, die mit ihrem Landrat Klaus Richter nach Berlin gekommen waren. Der Koch des Gasthauses „Zum Eichhörnchen“ in Reichenhain, Matthias Eichhorn, hatte eine mobile Schauküche aufgebaut, in der er interessante Kreationen aus Karpfen, Kürbis und Gemüse zubereitete und den Besuchern anbot. Unterstützt wurde Herr Eichhorn dabei von einer Ratte in Puppenspielerhand, die ihm die eine oder andere Zutat reichte und um einen frechen Kommentar niemals verlegen war. Bei dieser Gelegenheit wurde dem brandenburgischen Ministerpräsidenten auch gleich noch das „Elbe-Elster-Kochbuch“ überreicht mit einer Fülle von Rezepten aus der Region.

Dienstag, 20.1.2009: Region Stettiner Haff präsentiert sich kulinarisch
Am Dienstag wurde der DLT-Stand von Mecklenburg-Vorpommern übernommen. Die Landkreise Uecker-Randow und Ostvorpommern präsentierten sich als Region mit Zukunft – in kulinarischer, wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht. Spezialitäten aus der Gutsbrennerei Zinzow gehörten ebenso dazu wie Kostproben des Straußenzuchtbetriebes Owstin, der u.a. Straußenfleisch, Straußenwurst und andere Fleischwaren in handwerklicher Tradition herstellt. Zudem präsentierte die Bauerngarten-Manufaktur vielfältige Naturprodukte aus der Region. Davon konnte sich auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries überzeugen, die von DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke und den gastgebenden Landräten Dr. Volker Böhning (Uecker-Randow) und Dr. Barbara Syrbe (Ostvorpommern) am Stand begrüßt wurde. Besonderes Augenmerk richtete Frau Zypries daneben auf die Arbeit der Berufsschule des Landkreises Uecker-Randow, deren kunstfertige Schüler aus Zucker die schönsten Figuren und Pflanzen herstellten.

Für den musikalischen Rahmen sorgte eine mittelalterliche Folkloregruppe sowie die Männersinggruppe „De Strandfichten“, die Seemannslieder auf der Bühne vortrug. Später am Nachmittag konnte auch noch Till Backhaus, Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, begrüßt werden, der sich ein eigenes Bild vom Auftritt der beiden norddeutschen Kreise machte.

Dargestellt wurde die Region Stettiner Haff daneben auch als Modellregion im Rahmen des Modellvorhabens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Region schafft Zukunft“, das zum Ziel hat, Zukunftschancen in Anbetracht der erheblichen demografischen Herausforderungen zu erschließen. Diese Erfahrungen aus dem Modellvorhaben sollen in ganz Deutschland in ländlichen Regionen mit vergleichbaren demografischen Bedingungen helfen, den wirtschaftlichen und demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Das Modellvorhaben läuft noch bis Mitte 2009.

  • Veranstaltungshinweise
    • 21. - 22.11.2017


      Beteiligung in Dörfern und ländlichen Regionen gestalten
       
    • 29. - 30.11.2017


      11. Fortbildungs und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement
       
    • 24.11.2017


      Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest
       
    • 29.11.2017


      Die Zukunftsfähigkeit der Einfamilienhausbestände - Problemlagen, Handlungsansätze, Szenarien 2050
       
    • 27. - 28.11.2017


      Tag der kommunalen Jobcenter 2017