T + - reset
Sie befinden sich hier > Startseite > Themen > Internationale Grüne Woche > Premiere des Deutschen Landkreistages auf der Internationalen Grünen Woche

Lebenswerte Vielfalt in Landkreisen

Premiere des Deutschen Landkreistages auf der Internationalen Grünen Woche

Von Dr. Markus Mempel, Berlin

Im letzten Monat gab es eine Premiere der besonderen Art: Der Deutsche Landkreistag hat sich vom 18.1. bis 27.1.2008 erstmalig an der Internationalen Grünen Woche (IGW) mit einer eigenen Standpräsenz beteiligt. In Halle 21b – der Länderschau – hatten unter dem Dach des DLT insgesamt 19 Landkreise Gelegenheit, unter dem Motto „Lebenswerte Vielfalt in Landkreisen – Eine abwechslungsreiche Deutschlandtour“ ländliches Leben in den Kreisen greifbar zu machen und anhand von Projekten, Initiativen, regionalen Spezialitäten etc. darzustellen. Der gelungene Auftritt hat dabei die Hallenkonzeption bereichert und neben der Darstellung der Attraktivität des Landlebens Anlass für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Politik für die ländlichen Räume und die Vermittlung von DLT-Positionen geboten. Dazu zählten beispielsweise Gespräche mit Politikern, die Teilnahme von DLT-Vizepräsidenten an einer von der Hauptgeschäftsstelle konzipierten Gesprächsrunde zum demografischen Wandel im Rahmen des Hallenprogramms oder die Ausrichtung einer eigenen Fachveranstaltung zur integrierten ländlichen Entwicklung.

Die IGW auf dem sicheren Weg zur Weltagrarmesse
Während der Eröffnungsveranstaltung am Vorabend der Messe sprach Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner davon, dass die Grüne Woche schon bald dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos den Rangablaufen werde und sich in diesem Sinne mehr und mehr zum Weltagrargipfel mausere. 01Die Zahlen geben ihm Recht: 425.000 Besucher durchquerten in diesem Jahr die 26 Messehallen in zehn Tagen. Damit wurden etwa genauso viele Gäste wie im vergangenen Jahr registriert, darunter deutlich mehr Fachbesucher (2008: 110.000 Fachbesucher, 2007: 100.000). Mit über 200 nationalen und internationalen Politikern verzeichnete die Grüne Woche die höchste Beteiligung von Politprominenz in ihrer Geschichte. Die Präsenz von 5.000 Medienvertretern aus 70 Ländern sorgte für weltweite Berichterstattung. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer begrüßte auf seinem Eröffnungsrundgang allein 17 europäische Amtskollegen an den jeweiligen Länderständen. Unter den 1.500 Teilnehmern der erstmals veranstalteten Internationalen Agrarministerkonferenz befanden sich zudem 32 internationale Minister und Staatssekretäre sowie 650 Mitglieder offizieller Regierungsdelegationen aus 36 Ländern.

Deutscher Landkreistag als sichtbarer Repräsentant des ländlichen Raumes
Diesen Gesamtkontext konnte sich der Deutsche Landkreistag zunutze machen, um als Repräsentant der Belange des ländlichen Raumes sichtbar aufzutreten. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt seit jeher in der Vertretung der Interessen des ländlichen Raumes. Die Sicherung und Herstellung gleichwertiger Lebens-, Versorgungs-, Arbeits- und Entwicklungsbedingungen im Verhältnis zum städtischen Bereich ist eines der wichtigsten Verbandsziele. In diesem Zusammenhang bot eine Teilnahme an der Grünen Woche als Aussteller eine hervorragende Gelegenheit, die Positionen des DLT zu Fragen der ländlichen Entwicklung einem größeren (Fach-)Publikum näher zu bringen.02Die Idee einer eigenen DLT-Präsentation entstand im Herbst 2007 in enger Abstimmung mit dem Deutschen Bauernverband und wurde von der DLT-Verbandsspitze einhellig befürwortet. Es wurde darin eine sehr gute Möglichkeit gesehen, als Deutscher Landkreistag und insgesamt als Kreisbereich auf der Grünen Woche vertreten zu sein. Klar war, dass ein Verbandsauftritt im Sinne einer lebendigen und interessanten Messepräsentation nur umzusetzen war, wenn es gelingen würde, dem Kreisbereich über die Vorstellung einzelner Landkreise und deren Initiativen und Projekten unter dem Dach des DLT auf der Grünen Woche Gesicht und Stimme zu verleihen.

Dieser konzeptionelle Ansatz wurde von den in Halle 21b ausstellenden Bundesländern, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), der EU-Kommission sowie der Messe Berlin ausdrücklich begrüßt und dem Deutschen Landkreistag kurzfristig angeboten, sich in dieser Halle als neuer Partner – auch langfristig – zu engagieren. Gemäß dem Anspruch der ausstellenden Akteure bot der DLT nach deren einhelliger Auffassung neben der Darstellung der Attraktivität des Landlebens insbesondere die Gewähr für die Vermittlung inhaltlicher Aspekte bezogen auf die Politik für die ländlichen Räume im Rahmen des Hallenmottos „LebensTraum Dorf“. Seit jeher verfolgt die Halle 21b konzeptionell das Ziel, den ländlichen Raum nicht wie in den anderen Messehallen vornehmlich mittels Nahrungs- und Genussmitteln erfahrbar zu machen, sondern darüber hinaus zu gehen und auch inhaltliche und fachliche Fragen zu thematisieren. Insofern bietet die Aufnahme des DLT in den Kreis der Aussteller in dieser Halle eine hervorragende Gelegenheit zur Darstellung des diesbezüglichen Verbandsengagements.


Die Freude in der Hauptgeschäftsstelle war groß, als im November – trotz ausgesprochen enger Zeitschiene – fast 30 Landkreise dem Aufruf folgten, ihre Kurzkonzepte für den DLT-Stand einzureichen.03 Aus dieser unerwarteten Fülle von Vorschlägen wurden von der Hauptgeschäftsstelle insgesamt 19 Landkreise ausgewählt, die sich jeweils an einem Messetag die vom DLT angemietete, möblierte und mit einem einheitlichen Standlayout versehene Ausstellungsfläche teilten. Dies waren die Kreise Minden-Lübbecke, Coesfeld (in Kooperation mit den Kreisen Borken, Steinfurt und Warendorf), Höxter, Lippe, Aachen, die Landkreise Cham, Döbeln, Oder-Spree, Südwestpfalz, Neumarkt i.d.OPf., Ostallgäu, Darmstadt-Dieburg, Oberhavel, Harz, Osterode am Harz, Kronach sowie der Altmarkkreis Salzwedel, der Hochsauerlandkreis und der Ilm-Kreis. Diese Landkreise wurden von der Hauptgeschäftsstelle im Vorfeld konzeptionell begleitet, koordiniert und über die gesamte Messezeit auf der Grünen Woche betreut. Über eine direkte Standbeteiligung hinaus waren zudem die Landkreise Stendal und Düren im Rahmen von Diskussionsrunden oder anderen Darbietungen auf der Landschau-Bühne in Halle 21b vertreten, so dass insgesamt zwei Dutzend Landkreise auf die eine oder andere Weise präsentiert werden konnten.

Die Präsentation des Deutschen Landkreistages wurde von den teilnehmenden Landkreisen sowie von Besuchern, Fachpublikum, Mitausstellern von Bund und Ländern und nicht zuletzt der Messe Berlin als äußerst gelungen bezeichnet. Auch die Hauptgeschäftsstelle ist sehr zufrieden mit dem Auftritt: 04Neben der Vermittlung von Verbandspositionen über Gespräche und Informationsmaterialien (u.a. Broschüre „Starke Landkreise gestalten Zukunft des ländlichen Raumes“ und gemeinsames Positionspapier mit dem Bauernverband „Potenziale des ländlichen Raumes erschließen“) am Stand konnte dem Motto für den Messeauftritt vollends entsprochen und eine abwechslungsreiche Deutschlandtour durch die Landkreise angeboten werden. Bei dieser Gelegenheit konnten in zahlreichen Gesprächen mit Politikern aber auch weitere Belange des Deutschen Landkreistages wie etwa im Hinblick auf die Neuordnung des SGB II oder die Föderalismusreform II erläutert und mit Politikern besprochen werden. Im Folgenden werden die einzelnen Messetage im Rückblick betrachtet.



Freitag, 18.1.2008: Landkreis Cham und Altmarkkreis Salzwedel
Eröffnet wurde der DLT-Stand durch den gemeinsamen Auftritt des Landkreises Cham (Bayern) und des Altmarkkreises Salzwedel (Sachsen-Anhalt). DLT-Vizepräsident Landrat Theo Zellner (Cham) und DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke begrüßten den Bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller sowie den Stellvertretenden Vorsitzenden der AG Kommunalpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Klaus Hofbauer, MdB und wiesen darauf hin, dass sich der Deutsche Landkreistag erstmalig an der IGW beteilige und diese Präsenz zu einer „festen Einrichtung“ werden solle. Bei dieser Gelegenheit wurde mit Klaus Hofbauer zudem über die organisatorische Umgestaltung der Grundsicherung für Arbeitsuchende und andere Themen gesprochen.

Neben der Bündelung von Landkreisen am DLT-Stand in Halle 21b waren zudem verteilt auf die einzelnen Länderhallen weitere 17 Landkreise – vor allem aus Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Niedersachsen – auf der Grünen Woche mit eigenen Standpräsenzen vertreten. DLT-Hauptgeschäftsführer Henneke stattete einigen von ihnen einen Besuch ab und erläuterte im Anschluss an ein Gespräch mit dem Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg, Peter Hauk, dem Landrat des Hohenlohekreises Helmut M. Jahn nach einer kurzen Tour über die Messe das Standkonzept des Deutschen Landkreistages.05
Der Schwerpunkt der Chamer Präsentation war das Projekt „Landerlebnisreisen“, eine touristische Initiative des Landkreises, die Reisenden die Arbeitsweise bäuerlicher Familienbetriebe, die Spezialitäten der Bauernhöfe im Zusammenhang mit regionalen Wertschöpfungsketten und die Themen Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe anhand von Bioenergiedörfern im Waldmüncher Land näher bringt. Zu den Angeboten zählen unter anderem Urlaub auf einem Kräuterbauernhof oder einem Wellnesshof. Passend zu dieser Darstellung wurde eine Reise in den Landkreis Cham verlost.

Der Altmarkkreis Salzwedel setzte thematisch auf Projekte im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Erneuerung der Bausubstanz im ländlichen Raum. Zudem wurden regionale Obstliköre, Säfte sowie Baumkuchen verkostet. Bereichert wurde der Auftritt des Landkreises durch eine Frau am Spinnrad in traditioneller Tracht.

Samstag, 19.1.2008: Kreis Minden-Lübbecke
Tags darauf präsentierte sich der Mühlenkreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) mit unterschiedlichen Projekten. Kernstück des Auftrittes war die Regionalmarke „Mühlengarten“, die als Herkunfts- und Qualitätszeichen unterschiedlichste hochveredelte Nahrungsmittel aus heimischer Produktion unter einem Label fasst. Dabei müssen die Lebensmittel strenge Qualitätskriterien einhalten. Und das Engagement lohnt sich: die Produkte sind zu einem Inbegriff für Marktfrische, Qualität und Umweltverträglichkeit geworden. Das garantieren neben den Anbaubedingungen u.a. die kurzen Transportwege. Davon konnten sich die Messebesucher anhand von Äpfeln aus Minden-Lübbecke selbst überzeugen. Auch Landrat Dr. Ralf Niermann nutzte den Auftritt seines Kreises für einen Besuch der IGW und unterstützte die Präsentation am Stand.

Zudem präsentierte Marionettenmacherin Karin Müller die Initiative „LandArt“ unter Zuhilfenahme von Marionetten und Handpuppen sowie eines nostalgischen Eiswagens. „LandArt“ ist eine Marke des Kreises und der Kreissparkassen, die kulturelle Angebote in einem Netzwerk zusammenführt. Die sog. LandArt-Route verbindet über 70 Stationen mit den Schwerpunkten Kunst und Kunsthandwerk, traditionelles Handwerk, Galerien, Ausstellungen, Museen und Architektur im Kreis.06

Sonntag, 20.1.2008: Kreis Coesfeld (in Kooperation mit Borken, Steinfurt und Warendorf) und Landkreis Döbeln

Vor allem kulinarisch ging es in den Sonntag. Der Kreis Coesfeld lieferte in Kooperation mit den Kreisen Borken, Steinfurt und Warendorf (Nordrhein-Westfalen) eine Kostprobe der Aktion „Regionale Speisekarte – So schmeckt das Münsterland“. Sehr beliebt bei den Messebesuchern war der einzigartige „Münsterländer Aperitif“, der – hergestellt aus echten Walderdbeeren und verfeinert mit einem Schuss Sekt – den einen oder anderen von den Vorzügen des Münsterlandes überzeugen konnte. Aber auch Kinder und Jugendliche wurden angesprochen: Besonders die Ausschneidebögen mit Kühen und Traktoren waren zum Teil kniffelig und auch durchaus etwas für Fortgeschrittene. Radio NRW interessierte sich außerdem für den Münsterländer Auftritt und berichtete im lokalen Rundfunk.


Der Landkreis Döbeln (Sachsen) sprach vorwiegend Familien an, indem er Kindern anbot, in einem am Stand nachgestellten Scriptorium eigene Schriftrollen zu erstellen. So konnten sich die Kinder, verkleidet als Mönche, an einem historischen Schreibpult mit Tinte und Feder ausprobieren. Die selbst angefertigte Handschrift wurde dann mit dem Klostersiegel versehen. Ausgerichtet wurde das Angebot des Landkreises vom Förderverein Kloster Buch e.V., der die kulturelle und touristische Nutzung des 800 Jahre alten ehemaligen Zisterzienserklosters zwischen Leipzig und Dresden betreibt.

Montag, 21.1.2008: Landkreise Oder-Spree und Südwestpfalz
Handwerklich startete der DLT-Stand auch in die Woche. Der Landkreis Oder-Spree (Brandenburg) stellte schwerpunktmäßig das in der Nähe von Fürstenwalde gelegene Dorf Tempelberg und die Filzmanufaktur Lieske vor. Die Lieskes verarbeiteten vor Ort und unter großer Beachtung der Messegäste Rohwolle zu Filz und besetzten das Spinnrad. Darüber hinaus wurden Marmeladen und Gelees, Heilschnäpse und Liköre sowie Sirups präsentiert. Gemäß der geschichtlichen Überlieferung der Gründung Tempelbergs durch die Tempelritter der Komturei Lietzen warb ein in das Gewand eines historischen Tempelritters gekleideter Mann um die Aufmerksamkeit der Besucher.


Der Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz) präsentierte unter anderem ein Projekt der Kreisjugendpflege mit Frankreich (mit Bastelaktion für Kinder) und stellte ansonsten den Landkreis als Wander-, Bergsport- und Tourismusregion vor. Bestandteil des Konzepts war auch ein Gewinnspiel. Zudem stellte der Landkreis Ideen und Initiativen zur kinder- und jugendfreundlichen Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz vor.

Dienstag, 22.1.2008: Landkreise Neumarkt i.d.OPf. und Ostallgäu
Die Bayerischen Landkreise Neumarkt i.d.OPf. und Ostallgäu spannten einen Bogen von Projekten zur regionalen Wirtschaftsentwicklung über lokale Energiepolitik bis hin zu touristischen Entwicklungskonzepten. Neumarkt stellte sein Projekt „Regionaldo“ vor, ein regionales Bonussystem, das seit mehr als zwei Jahren erfolgreich im Landkreis läuft. „Regionaldo“ macht die Partnerschaft zwischen Unternehmer und Verbraucher in besonderer Weise deutlich: Mit ihrem Einkauf beim regionalen Händler werden die Konsumenten mit „RegioCents“ belohnt, die sie beim nächsten Einkauf in Ware umsetzen können. Zahlreiche Besucher wurden schon am Halleneingang vom Maskottchen des Projekts begrüßt und zum DLT-Stand begleitet. 07Daneben lockte die Initiative „Bioenergiedorf Engelsberg“ nicht zuletzt durch ein pfiffiges Gewinnspiel die Besucher an: Anhand eines vollen Sackes Hackschnitzel mussten die Besucher schätzen, welcher Menge Heizöl sein Inhalt – bezogen auf den Brennwert – entspricht. Landrat Albert Löhner ließ es sich zudem nicht nehmen, die Präsentation seines Landkreises persönlich zu unterstützen.

Eine besondere Attraktion in Halle 21b lieferte an diesem Tag der Landkreis Ostallgäu. Mithilfe eines vollständig aus Holz gefertigten Fahrrades machten die in Dirndl und Lederhose gekleideten Bayern auf die Radregion Allgäu aufmerksam und beeindruckten auf diese Weise so manchen Messebesucher. Dargestellt wurden die Anstrengungen der Region als Referenzprojekt im Nationalen Radverkehrsplan zur Bündelung und Entwicklung regionaler Potenziale. Garniert wurde die Präsenz mit Kostproben heimischer Käsespezialitäten und mit dem mehrmaligen Auftritt dreier Alphornbläser aus dem Allgäu, die die Halle in eine stimmungsvolle Atmosphäre tauchten.

Am Abend – zum IGW-Bergfest – wurde schließlich ein groß angelegter Empfang für Fachpolitiker, Wissenschaftler und Praktiker auf Einladung des BMELV abgehalten, anlässlich dessen auch der DLT seinen Stand bis in die späten Abendstunden mit den an diesem Tag beteiligten Landkreisen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle besetzt hielt. So wurde gezielt ein Fachpublikum erreicht und der eine oder andere Kontakt geknüpft oder vertieft. Anwesend war unter anderem auch Landrat Dr. Jörn Klimant (Dithmarschen), der zuvor an einem u.a. vom DLT organisierten Fachforum zur integrierten ländlichen Entwicklung teilgenommen hatte (siehe dazu unten).

 




Mittwoch, 23.1.2008: Landkreise Darmstadt-Dieburg und Oberhavel
Die zweite Hälfte der IGW läuteten die Landkreise Darmstadt-Dieburg (Hessen) und Oberhavel (Brandenburg) ein, deren Landräte und DLT-Vizepräsidenten Alfred Jakoubek und Karl-Heinz Schröter persönlich anwesend waren. Präsentiert wurde von den Hessen die Initiative „Frisch und lecker im Landkreis der Genießer“, an der sich rund 50 gastronomische und landwirtschaftliche Betriebe, die heimische Produkte erzeugen und vermarkten, beteiligen. Dazu zählt die Fleischerei ebenso wie das Landlädchen, der Obst- und Gemüsebauer, der Gemüseladen, der Geflügelzüchter und die Molkerei. Verdeutlicht werden konnte anhand dessen die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe für die Prosperität einer Region am konkreten Beispiel.


Die vor diesem Hintergrund angebotenen Kostproben von Wein der Odenwälder Winzergenossenschaft und Wurst haben nicht nur so manchen Besucher erfreut. Auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die in Darmstadt-Dieburg ihren Wahlkreis hat und zur Arbeit des Deutschen Landkreistages über die Föderalismusreform einen hochaktuellen Bezug hat, sowie der ebenfalls aus Hessen stammende Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung konnten sich davon überzeugen. Der Besuch beider Minister hat den DLT sehr gefreut, zeigt dies doch, dass seine Messepräsenz auch von hochrangigen Bundespolitikern wahr- und ernstgenommen wird. Bereits zuvor hatte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Technologie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied der AG Kommunalpolitik Laurenz Meyer, MdB dem DLT-Stand zusammen mit einer Delegation des Deutschen Bauernverbandes einen Besuch abgestattet und nutzte diese Gelegenheit für kurze Gespräche mit den DLT-Vizepräsidenten Schröter und Jakoubek, in denen auch über die ländliche Entwicklung hinausgehende kreisrelevante Sachfragen der Bundespolitik angesprochen wurden.

Der Landkreis Oberhavel stellte neben den Schönheiten der Tourismusregion Ruppiner Land vor allem den Ziegeleipark Mildenberg vor, in dem sich von manueller Fertigung bis zu maschineller Produktion drei Epochen der Industrialisierung nachvollziehen lassen. Besonderer Anziehungspunkt an diesem Messetag war zweifelsohne die Herstellung historischer Tonziegel von Hand, an der die Besucher auch selbst mitarbeiten konnten. Auf diesen Ziegeln verewigten sich während des Tages sogar Laurenz Meyer und die Bundesjustizministerin. Damen in historischen Kostümen rundeten den Auftritt des Landkreises ab und waren ein außergewöhnlicher Blickfang.

Donnerstag, 24.1.2008: Kreise Höxter und Lippe
Der darauffolgende Tag war dann klar in nordrhein-westfälischer Hand der Kreise Höxter und Lippe. Höxter stellte das WESTFALEN CULINARIUM Nieheim vor, eine einzigartige Kombination mehrerer Museen und Schauräume rund um die Themen Käse, Bier und Schnaps, Brot und Schinken. Das CULINARIUM hat den Besuchern auf der Grünen Woche eine Tür zur kulinarischen Schatzkammer Westfalens geöffnet. In Ergänzung dieses Programms verzauberte der Kreismitarbeiter „Wernando Putschino“ Erwachsene und Kinder mit Karten-, Seil-, Ball- und Tüchertricks und verschaffte als sich frei in der Messehalle bewegender walking act dem DLT-Stand an diesem Tag jede Menge Besucher.08Der Kreis Lippe ergänzte dieses Angebot um eine historische Präsentation rund um das Thema „2000 Jahre Varusschlacht im Teutoburger Wald“. Landrat Friedel Heuwinkel bot lippische Köstlichkeiten nach Cheruskerart an, stellte das Kreismarketing vor und wurde hierbei von einem minnesingenden Barden in Originalkostüm mit Laute und Knochenflöte musikalisch unterstützt. Dieser folkloristische Beitrag mit epischen Volksweisen aus längst vergangenen Tagen ist beim Publikum sehr gut angekommen und wurde kurzerhand auch für ein Ständchen auf der Hallenbühne – auf der Stunden zuvor Landrat Jörg Hellmuth (Stendal) für den Deutschen Landkreistag an einer Diskussionsrunde zu Bildung im ländlichen Raum teilgenommen hatte – engagiert.

Freitag, 25.1.2008: Kreis Aachen und Hochsauerlandkreis
Im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Preisverleihung beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ haben sich am darauffolgenden Freitag mit dem Kreis Aachen und dem Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) zwei Landkreise präsentiert, die insgesamt über eine Vielzahl von Gold-, Silber- und Bronzedörfern verfügen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wurden mit Eicherscheid und Wulmeringhausen wiederum Dörfer aus beiden Kreisen prämiert.

Zudem präsentierten die Aachener u.a. ein Tridem im Zusammenhang mit dem Deutschland, die Niederlande und Belgien verbindenden Projekt „Grünmetropole“, das die industrielle Vergangenheit der Gegend für die zukünftige Entwicklung einer grenzüberschreitenden industriellen Folgelandschaft in den Bereichen Tourismus, Kultur und Wirtschaft nutzt. Die Einzelheiten dieses Projektes konnten Landrat Carl Meulenbergh und Kreisdirektor Helmut Etschenberg den Besuchern näherbringen. Dem Stand stattete auch Helmut Brandt, MdB einen Besuch ab, der im Kreis Aachen seinen Wahlkreis hat. Hauptattraktion des Tages war allerdings die historische Schaukäserei Simonskall, die in einem mehrstündigen Arbeitsprozess am DLT-Stand die Metamorphose von mehreren Kannen Milch zu zwei großen Rohmilchkäserädern bewerkstelligte, was auf großes Publikumsinteresse stieß.09

Der Hochsauerlandkreis hat sich daneben auf die Darstellung des Rothaarsteiges konzentriert, einem idyllisch gelegenen, 154 km langen Wanderweg vom Nordrand des Rothaargebirges über das hessische Lahn-Dill-Bergland bis hin zu den Ausläufern des Westerwaldes. Zu diesem Zwecke wurde eigens ein sog. Waldsofa nach Berlin transportiert, auf dem sich Wanderer zur verdienten Rast niederlassen und das die Besucher der Grünen Woche – neben Landrat Dr. Karl Schneider – ebenfalls zum Ausruhen müder Beine nutzten. Abgerundet wurde der Auftritt durch einen Originalwegweiser vom Rothaarsteig. Daneben wurde eine geschichtliche Aufarbeitung der Kreisverwaltungen im Hochsauerland von 1817 bis 2007 am Stand bereit gehalten, die einen historischen Blick auf die Verwaltungsstruktur im flächenmäßig größten Kreis in Nordrhein-Westfalen wirft und dokumentiert, wie sich die Kreisverwaltungen aus kleinsten Anfängen zu einem modernen Dienstleistungszentrum mit einem demokratisch legitimierten Kreistag entwickelt haben.

Samstag, 26.1.2008: Landkreise Harz und Osterode am Harz
Der vorletzte und erfahrungsgemäß besucherstärkste Tag der IGW gehörte den Landkreisen Harz (Sachsen-Anhalt) und Osterode am Harz (Niedersachsen). Hauptblickfang war hierbei das Modell des Wernigeroder Rathauses im Maßstab 1:25, das im Rahmen des Projektes „Kleiner Harz“ der Oskar Kämmer Schule und der Kommunalen Beschäftigungsagentur Wernigerode erstellt und vom Landrat des Landkreises Harz und DLT-Vizepräsidenten Dr. Michael Ermrich am Stand erläutert wurde. Gerade in der aktuellen Diskussion um die Neuordnung des SGB II kam es dem DLT gelegen, auch auf der Grünen Woche das Thema der kommunalen Arbeitsmarktpolitik publikumswirksam darzustellen. Das Projekt baut die bedeutendsten Bauwerke und Attraktionen der gesamten Harz-Region nach und macht sie der Öffentlichkeit in Form eines Erlebnisparks zugänglich. Ein vorrangiges Ziel der maßgeblich von der Optionskommune Wernigerode unterstützten Initiative ist es, reguläre Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Weiterhin soll das Projekt zur Stärkung des regionalen Tourismus beitragen und einen Anziehungspunkt für Besucher liefern. Zudem stellte der Landkreis Harz das Mittelgebirge als Eldorado für Wanderer und Naturfreunde dar. Als „lebendiges Exponat“ der Ausstellung diente an diesem Tag eine Brockenhexe, die eine willkommene Fotogelegenheit für Große und Kleine war.

Zum Verweilen lud auch der Landkreis Osterode am Harz ein. Die Südharzer Karstprinzessin Kathrin informierte die Besucher über die einzigartige Gipskarstlandschaft Hainholz, den Karstwanderweg Südharz (mit dazugehörigem Gewinnspiel) und weitere touristische Höhepunkte der Region. Darüber hinaus kamen die Messebesucher mit den Vertretern des Landkreises über ein überdimensioniertes Spielbrett ins Gespräch, das auf dem Boden ausgelegt war. Ein Schülerunternehmen der berufsbildenden Schulen des Landkreises hatte mit „Harzopoly“ ein an das bekannte Gesellschaftsspiel „Monopoly“ angelehntes Harzer Pendant entwickelt, dessen Ziel es ist, Sehenswürdigkeiten des Harzes zu „erobern“ und dabei nicht sein gesamtes Geld zu verprassen, und das die Besucher direkt am Stand käuflich erwerben konnten.

Sonntag, 27.1.2008: Landkreis Kronach und Ilm-Kreis
Den Endspurt im Ausstellungsmarathon auf der Grünen Woche bestritten der Landkreis Kronach (Bayern) und der thüringische Ilm-Kreis. Letzterer präsentierte das 1. Deutsche Bratwurstmuseum in Holzhausen und bot in diesem Zusammenhang besonders Kindern Gelegenheit, sich eine Wurst über eine spezielle „Schnappeinrichtung“ zu angeln. Außerdem konnten die Besucher durch Nachweis ihrer Grundkenntnisse rund um die Bratwurst eine Urkunde erlangen, die in Thüringen – so wurde versichert – an Bratwurstständen aller Art gern gesehen ist.10


Der unmittelbar an der Landesgrenze zu Thüringen gelegene Landkreis Kronach machte daneben auf seine touristische Attraktivität aufmerksam und präsentierte im Wesentlichen den Naturpark Frankenwald. Hierbei wurden besonders die Vorzüge von Naturparks dargestellt. So herrsche laut Auskunft des Kreistourismusverbandes in einem Naturpark und insbesondere im Frankenwald eine Balance von Naturschutz und Naturnutzung. In Naturparken werde in besonderer Weise darauf geachtet, dass die Entwicklung touristischer Einrichtungen und Angebote die Belange des Naturschutzes berücksichtigt. Tourismus- und Naturschutzeinrichtungen zögen so an einem Strang. Besonders umweltbelastende Urlaubsformen scheiden demgemäss schon konzeptionell aus. Außerdem lege man besonderen Wert auf regionale Produkte. Dies sichere die hohe Qualität der gastronomischen Angebote, verkürze gleichzeitig die Transportwege und schone dadurch die Umwelt.

Diskussionsrunde mit DLT-Vizepräsidenten, Landfrauenverband und Kirche zum Landleben 2020
Über diese unmittelbaren Standaktivitäten hinaus hat sich der Deutsche Landkreistag an weiteren Stellen inhaltlich eingebracht. So veranstaltete er am 23.1.2008 auf der Landschau-Bühne in Halle 21b in Kooperation mit der Agrarsozialen Gesellschaft eine Diskussionsrunde mit dem Titel „Quo vadis Landleben 2020? Perspektiven ländlichen Lebens in einer sich demografisch verändernden Gesellschaft“. Neben den DLT-Vizepräsidenten Schröter und Jakoubek wurden die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Brigitte Scherb, der Pfarrer und Vorstandsmitglied im Ausschuss für den Dienst auf dem Lande der Evangelischen Kirche in Deutschland, Marcus Harke, und der Amtsvorsteher und Bürgermeister im Amt Preetz-Land, Dr. Norbert Langfeldt, eingeladen.11Die Diskutanten waren sich in der gut besuchten Gesprächsrunde darüber einig, dass zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels mehr Verantwortung nach unten delegiert und mehr den Kommunen und Bürgern vertraut und anvertraut werden müsse. Schröter bekräftigte seine Forderung nach einer Leitbilddebatte für die ländlichen Räume und wurde hierin insbesondere von der LandFrauenpräsidentin unterstützt. Hierzu sei es nach seiner Auffassung notwendig, auch die Finanzen für den Großstadtbereich und den ländlichen Raum neu zu ordnen. Insofern sei ein verlässlicher Finanztransfer hin zum ländlichen Raum unerlässlich.

Scherb bekräftigte dies und sprach sich in diesem Zusammenhang gegen die Bevorzugung der Städte im föderalen Finanzsystem im Rahmen der sog. Einwohnerveredelung aus, verurteilte die Metropolenstrategie zur bevorzugten Förderung von Wachstumskernen scharf und übte auch Kritik an den Leitbildern der Raumordnung. Sie forderte die Politik dazu auf, sich entvölkernde Landstriche besser zu begleiten und ein schlagkräftiges Aktionsbündnis für den ländlichen Raum ins Leben zu rufen. Sie wies zudem auf die Bedeutung von Frauen für den ländlichen Raum und die Ansiedlung von Familien hin und sah in der Bereitstellung attraktiver Arbeitsplätze das Schlüsselinstrument für die Zukunftsfähigkeit einer Region.

Jakoubek forderte dazu auf, den demografischen Wandel frühzeitig konzeptionell zu begleiten, um von den Entwicklungen nicht überrascht zu werden. Daher habe man in seinem Landkreis eine Kommission Demografischer Wandel gegründet und stelle sich den Herausforderungen mit verschiedenen Maßnahmen. In diesem Zusammenhang seien beispielsweise Direktvermarktvermarktungsinitiativen ein wirkungsvolles Instrument, dauerhaft Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und zu erhalten. Außerdem wies er darauf hin, dass das Gemeinschaftsleben auf dem Lande prägend für die Gesellschaft sei und keinesfalls ausbluten dürfe. Vor allem das Ehrenamt sei eine der Stützen der ländlichen Räume.

Langfeldt stellte fest, dass sich die Menschen sehr wohl bereits auf den demografischen Wandel einstellten und die Politik diese Anstrengungen vor Ort unterstützen müsse. Die Menschen seien durchaus bereit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und müssten hierfür die Chance bekommen. Dabei spiele eine möglichst unmittelbare Mitgestaltungsmöglichkeit bezogen auf die Politik für ländliche Räume eine große Rolle.

Harke betonte die Rolle der Kirche als starke Stütze des Gemeinwesens. Kirchliche Einrichtungen kümmerten sich um die Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen von der Geburt bis zum Tod, von der Kinderbetreuung über die Bereitstellung von Bildungseinrichtungen bis hin zu Pflegeleistungen. Er bekräftigte die Notwendigkeit der Einbeziehung der Bürger in die Diskussionen um die Zukunft ländlicher Räume und appellierte an die Politik, die Potenziale des ländlichen Raumes nicht zu ignorieren, sondern positiv zu nutzen.

Fachforum zur Zukunft des ländlichen Raumes
Am 22.1.2008 hatten zudem der DLT und mit ihm die Agrarsoziale Gesellschaft (ASG), der Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG), das Johann Heinrich von Thünen-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei), der Deutsche Bauernverband (DBV), die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) im Rahmen des Fachprogramms am Rande der IGW zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Die Zukunft liegt auf dem Land – Konzepte für integrierte ländliche Entwicklung“ in das ICC Berlin eingeladen. Diese Veranstaltung war eine von zwölf Fachkonferenzen im Zusammenhang mit dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung, mit dem das BMELV eine Diskussionsplattform rund um die Belange des ländlichen Raumes regelmäßig auf der Grünen Woche einrichten möchte.12

Ausgehend von den unterschiedlichen Instrumenten der Bundes- und Landespolitik zur Entwicklung des ländlichen Raumes wurde in der von rund 100 Personen besuchten Veranstaltung nach Antworten auf die zentralen Herausforderungen ländlicher Räume gesucht. Der Fokus lag hierbei in der Darstellung gemeinschaftlichen Engagements der regionalen und kommunalen Akteure im ländlichen Raum, beispielsweise in Gestalt von Best Practices. Vor diesem Hintergrund wurde einerseits gezeigt, wie der lebendige ländliche Raum in Ermangelung einer integrierten staatlichen Gesamtstrategie pragmatisch und ideenreich eigene Lösungen hervorbringt, andererseits jedoch die Notwendigkeit eines wirkungsvollen politischen Gesamtansatzes herausgestellt.

Die Veranstaltung hat zum einen gezeigt, dass die ELER-Verordnung, die Instrumente der Bundes- und Landespolitik und auch die entstandenen Umsetzungsstrukturen mit partnerschaftlichen Ansätzen für die ländliche Entwicklung einen deutlichen Schritt nach vorne bedeuten. Dennoch gibt es nach wie vor eine Vielzahl sektoraler Programme von Bund und Ländern, die nicht unbedingt zielführend und für alle Beteiligten transparent sind. Deutlich wurde auch, dass eine integrierte staatliche Gesamtstrategie über Ressortgrenzen hinweg nötiger denn je ist. Im Rahmen dieser Gesamtstrategie müssen den lokalen und regionalen Akteuren und den Kommunen die Freiräume gegeben werden, die sie brauchen, um ihre Zukunft in die Hand nehmen zu können. Dazu gehört der politische Mut, Verantwortung und Kompetenzen, auch in finanzieller Hinsicht, nach unten auf die Regionen und Akteure zu übertragen.13

Insgesamt blickt die Hauptgeschäftsstelle zurück auf abwechslungsreiche und interessante zehn Tage auf dem Berliner Messegelände und hat den festen Vorsatz, ihr Engagement im nächsten Jahr fortzusetzen. Die Standpräsentation des Deutschen Landkreistages hat dank der durchdachten und engagierten Darstellungen der beteiligten Landkreise Gesicht und Stimme erhalten, wofür die Hauptgeschäftsstelle besonders den zur Standbetreuung während der Messezeit anwesenden insgesamt rund 100 Mitarbeitern aus diesen Landkreisen aufrichtig dankt. Ohne sie wäre es nicht denkbar gewesen, der DLT-Präsentation auf der Grünen Wochen die für einen derartigen Messeauftritt notwendige Lebendigkeit zu verleihen.

  • Veranstaltungshinweise
    • 21. - 22.11.2017


      Beteiligung in Dörfern und ländlichen Regionen gestalten
       
    • 29. - 30.11.2017


      11. Fortbildungs und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement
       
    • 24.11.2017


      Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest
       
    • 29.11.2017


      Die Zukunftsfähigkeit der Einfamilienhausbestände - Problemlagen, Handlungsansätze, Szenarien 2050
       
    • 27. - 28.11.2017


      Tag der kommunalen Jobcenter 2017