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Freitag, 18.1.2008: Landkreis Cham und Altmarkkreis Salzwedel
Eröffnet wurde der DLT-Stand durch den gemeinsamen Auftritt des Landkreises Cham (Bayern) und des Altmarkkreises Salzwedel (Sachsen-Anhalt). DLT-Vizepräsident Landrat Theo Zellner (Cham) und DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke begrüßten den Bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller sowie den Stellvertretenden Vorsitzenden der AG Kommunalpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Klaus Hofbauer, MdB und wiesen darauf hin, dass sich der Deutsche Landkreistag erstmalig an der IGW beteilige und diese Präsenz zu einer „festen Einrichtung“ werden solle. Bei dieser Gelegenheit wurde mit Klaus Hofbauer zudem über die organisatorische Umgestaltung der Grundsicherung für Arbeitsuchende und andere Themen gesprochen.

Neben der Bündelung von Landkreisen am DLT-Stand in Halle 21b waren zudem verteilt auf die einzelnen Länderhallen weitere 17 Landkreise – vor allem aus Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Niedersachsen – auf der Grünen Woche mit eigenen Standpräsenzen vertreten. DLT-Hauptgeschäftsführer Henneke stattete einigen von ihnen einen Besuch ab und erläuterte im Anschluss an ein Gespräch mit dem Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg, Peter Hauk, dem Landrat des Hohenlohekreises Helmut M. Jahn nach einer kurzen Tour über die Messe das Standkonzept des Deutschen Landkreistages.05
Der Schwerpunkt der Chamer Präsentation war das Projekt „Landerlebnisreisen“, eine touristische Initiative des Landkreises, die Reisenden die Arbeitsweise bäuerlicher Familienbetriebe, die Spezialitäten der Bauernhöfe im Zusammenhang mit regionalen Wertschöpfungsketten und die Themen Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe anhand von Bioenergiedörfern im Waldmüncher Land näher bringt. Zu den Angeboten zählen unter anderem Urlaub auf einem Kräuterbauernhof oder einem Wellnesshof. Passend zu dieser Darstellung wurde eine Reise in den Landkreis Cham verlost.

Der Altmarkkreis Salzwedel setzte thematisch auf Projekte im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Erneuerung der Bausubstanz im ländlichen Raum. Zudem wurden regionale Obstliköre, Säfte sowie Baumkuchen verkostet. Bereichert wurde der Auftritt des Landkreises durch eine Frau am Spinnrad in traditioneller Tracht.

Samstag, 19.1.2008: Kreis Minden-Lübbecke
Tags darauf präsentierte sich der Mühlenkreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) mit unterschiedlichen Projekten. Kernstück des Auftrittes war die Regionalmarke „Mühlengarten“, die als Herkunfts- und Qualitätszeichen unterschiedlichste hochveredelte Nahrungsmittel aus heimischer Produktion unter einem Label fasst. Dabei müssen die Lebensmittel strenge Qualitätskriterien einhalten. Und das Engagement lohnt sich: die Produkte sind zu einem Inbegriff für Marktfrische, Qualität und Umweltverträglichkeit geworden. Das garantieren neben den Anbaubedingungen u.a. die kurzen Transportwege. Davon konnten sich die Messebesucher anhand von Äpfeln aus Minden-Lübbecke selbst überzeugen. Auch Landrat Dr. Ralf Niermann nutzte den Auftritt seines Kreises für einen Besuch der IGW und unterstützte die Präsentation am Stand.

Zudem präsentierte Marionettenmacherin Karin Müller die Initiative „LandArt“ unter Zuhilfenahme von Marionetten und Handpuppen sowie eines nostalgischen Eiswagens. „LandArt“ ist eine Marke des Kreises und der Kreissparkassen, die kulturelle Angebote in einem Netzwerk zusammenführt. Die sog. LandArt-Route verbindet über 70 Stationen mit den Schwerpunkten Kunst und Kunsthandwerk, traditionelles Handwerk, Galerien, Ausstellungen, Museen und Architektur im Kreis.06

Sonntag, 20.1.2008: Kreis Coesfeld (in Kooperation mit Borken, Steinfurt und Warendorf) und Landkreis Döbeln

Vor allem kulinarisch ging es in den Sonntag. Der Kreis Coesfeld lieferte in Kooperation mit den Kreisen Borken, Steinfurt und Warendorf (Nordrhein-Westfalen) eine Kostprobe der Aktion „Regionale Speisekarte – So schmeckt das Münsterland“. Sehr beliebt bei den Messebesuchern war der einzigartige „Münsterländer Aperitif“, der – hergestellt aus echten Walderdbeeren und verfeinert mit einem Schuss Sekt – den einen oder anderen von den Vorzügen des Münsterlandes überzeugen konnte. Aber auch Kinder und Jugendliche wurden angesprochen: Besonders die Ausschneidebögen mit Kühen und Traktoren waren zum Teil kniffelig und auch durchaus etwas für Fortgeschrittene. Radio NRW interessierte sich außerdem für den Münsterländer Auftritt und berichtete im lokalen Rundfunk.


Der Landkreis Döbeln (Sachsen) sprach vorwiegend Familien an, indem er Kindern anbot, in einem am Stand nachgestellten Scriptorium eigene Schriftrollen zu erstellen. So konnten sich die Kinder, verkleidet als Mönche, an einem historischen Schreibpult mit Tinte und Feder ausprobieren. Die selbst angefertigte Handschrift wurde dann mit dem Klostersiegel versehen. Ausgerichtet wurde das Angebot des Landkreises vom Förderverein Kloster Buch e.V., der die kulturelle und touristische Nutzung des 800 Jahre alten ehemaligen Zisterzienserklosters zwischen Leipzig und Dresden betreibt.

Montag, 21.1.2008: Landkreise Oder-Spree und Südwestpfalz
Handwerklich startete der DLT-Stand auch in die Woche. Der Landkreis Oder-Spree (Brandenburg) stellte schwerpunktmäßig das in der Nähe von Fürstenwalde gelegene Dorf Tempelberg und die Filzmanufaktur Lieske vor. Die Lieskes verarbeiteten vor Ort und unter großer Beachtung der Messegäste Rohwolle zu Filz und besetzten das Spinnrad. Darüber hinaus wurden Marmeladen und Gelees, Heilschnäpse und Liköre sowie Sirups präsentiert. Gemäß der geschichtlichen Überlieferung der Gründung Tempelbergs durch die Tempelritter der Komturei Lietzen warb ein in das Gewand eines historischen Tempelritters gekleideter Mann um die Aufmerksamkeit der Besucher.


Der Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz) präsentierte unter anderem ein Projekt der Kreisjugendpflege mit Frankreich (mit Bastelaktion für Kinder) und stellte ansonsten den Landkreis als Wander-, Bergsport- und Tourismusregion vor. Bestandteil des Konzepts war auch ein Gewinnspiel. Zudem stellte der Landkreis Ideen und Initiativen zur kinder- und jugendfreundlichen Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz vor.

Dienstag, 22.1.2008: Landkreise Neumarkt i.d.OPf. und Ostallgäu
Die Bayerischen Landkreise Neumarkt i.d.OPf. und Ostallgäu spannten einen Bogen von Projekten zur regionalen Wirtschaftsentwicklung über lokale Energiepolitik bis hin zu touristischen Entwicklungskonzepten. Neumarkt stellte sein Projekt „Regionaldo“ vor, ein regionales Bonussystem, das seit mehr als zwei Jahren erfolgreich im Landkreis läuft. „Regionaldo“ macht die Partnerschaft zwischen Unternehmer und Verbraucher in besonderer Weise deutlich: Mit ihrem Einkauf beim regionalen Händler werden die Konsumenten mit „RegioCents“ belohnt, die sie beim nächsten Einkauf in Ware umsetzen können. Zahlreiche Besucher wurden schon am Halleneingang vom Maskottchen des Projekts begrüßt und zum DLT-Stand begleitet. 07Daneben lockte die Initiative „Bioenergiedorf Engelsberg“ nicht zuletzt durch ein pfiffiges Gewinnspiel die Besucher an: Anhand eines vollen Sackes Hackschnitzel mussten die Besucher schätzen, welcher Menge Heizöl sein Inhalt – bezogen auf den Brennwert – entspricht. Landrat Albert Löhner ließ es sich zudem nicht nehmen, die Präsentation seines Landkreises persönlich zu unterstützen.

Eine besondere Attraktion in Halle 21b lieferte an diesem Tag der Landkreis Ostallgäu. Mithilfe eines vollständig aus Holz gefertigten Fahrrades machten die in Dirndl und Lederhose gekleideten Bayern auf die Radregion Allgäu aufmerksam und beeindruckten auf diese Weise so manchen Messebesucher. Dargestellt wurden die Anstrengungen der Region als Referenzprojekt im Nationalen Radverkehrsplan zur Bündelung und Entwicklung regionaler Potenziale. Garniert wurde die Präsenz mit Kostproben heimischer Käsespezialitäten und mit dem mehrmaligen Auftritt dreier Alphornbläser aus dem Allgäu, die die Halle in eine stimmungsvolle Atmosphäre tauchten.

Am Abend – zum IGW-Bergfest – wurde schließlich ein groß angelegter Empfang für Fachpolitiker, Wissenschaftler und Praktiker auf Einladung des BMELV abgehalten, anlässlich dessen auch der DLT seinen Stand bis in die späten Abendstunden mit den an diesem Tag beteiligten Landkreisen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle besetzt hielt. So wurde gezielt ein Fachpublikum erreicht und der eine oder andere Kontakt geknüpft oder vertieft. Anwesend war unter anderem auch Landrat Dr. Jörn Klimant (Dithmarschen), der zuvor an einem u.a. vom DLT organisierten Fachforum zur integrierten ländlichen Entwicklung teilgenommen hatte (siehe dazu unten).

 

  • Veranstaltungshinweise
    • 20.11.2017


      Gib Dingen ein zweites Leben - Reparatur in Deutschland stärken
       
    • 21. - 22.11.2017


      Beteiligung in Dörfern und ländlichen Regionen gestalten
       
    • 29. - 30.11.2017


      11. Fortbildungs und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement
       
    • 24.11.2017


      Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest
       
    • 29.11.2017


      Die Zukunftsfähigkeit der Einfamilienhausbestände - Problemlagen, Handlungsansätze, Szenarien 2050