
Die Energiewende entscheidet sich im ländlichen Raum
Das System der Energieversorgung in Deutschland befindet sich nach den Ereignissen von Fukushima im Umbruch. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossen; die Bedeutung der erneuerbaren Energien wird in den nächsten Jahren kontinuierlich zunehmen. Um den Umbau des Energiesystems zu gestalten, ist ein planvolles, alle Akteure einbindendes, dem Ziel der Nachhaltigkeit verpflichtetes Handeln erforderlich.
Dem ländlichen Raum wird dabei in mehrfacher Hinsicht eine besondere Rolle zukommen. Der Ausbau der erneubaren Energien, der mit einem beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie noch an Dynamik gewinnt, findet überwiegend in der Fläche statt. Gleiches gilt für den im Rahmen der Energiewende unumgänglichen Bau neuer Speicheranlagen und Übertragungsleitungen sowie die erforderlichen Anpassungen der Verteilernetze an eine zunehmend dezentralisierte Energieerzeugung.
Zu den daraus resultierenden Herausforderungen hat der Deutsche Landkreistag ein Positionspapier
vorgelegt.
Ein weiteres aktuelles Positionspapier beschäftigt sich mit Fragen der Europäischen Energiepolitik.![]()
Aktuelle Informationen
- "Aufbruch in ein neues Energiezeitalter - Auf die Städte, Landkreise und Gemeinden kommt es an!" - Beitrag von Bundesumweltminister Dr. Röttgen in der Zeitschrift "Der Landkreis", Heft 4/2012.
Gute Beispiele
- Energie und Klimaschutz im ländlichen Raum – Gute Beispiele aus den Landkreisen

- Landkreis Ravensburg erhält European Energy Award in Gold.
- Masterplan 100 % Klimaschutz - vier Landkreise werden gefördert! Im Rahmen des vom Bundesministeriums für Umwelt geförderten Modellprojekts "Masterplan 100 % Klimaschutz" verpflichten sich Kommunen, bis 2050 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 95 % gegenüber 1990 zu erreichen. Zu den ausgewählten Kommunen gehören auch die Region Hannover (gemeinsam mit der Stadt Hannover), der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Landkreis Osnabrück (gemeinsam mit der Stadt Osnabrück) sowie der Kreis Steinfurt. Weitere Informationen zu dem Fördermodell finden Sie hier.
- Im Landkreis Osnabrück gibt es eine umfassende Klima-Initiative mit dem Ziel, das Osnabrücker Land bis 2050 zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Weitere Informationen zu den einzelnen Elementen der Initiative finden Sie hier. Der Abschlussbericht zum Klimaschutzkonzept des Landkreises ist hier veröffentlicht.
- Auch der Kreis Steinfurt verfügt über ein integriertes Klimaschutzkonzept.
- Im Rahmen des von der Regional- und Kreisentwicklung initiierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises Altenkirchen und der sich beteiligenden Verbandsgemeinden, wird derzeit ein auf Geodaten basierendes Solarkataster erstellt.
- Die langjährigen, systematischen Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien im Rhein-Hunsrück-Kreis werden von der Europäischen Vereinigung für erneuerbare Energien e.V. EUROSOLAR mit dem Europäischen Solarpreis 2011 ausgezeichnet.
- Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz vergibt ab 2012 einen Energiepreis. Ausgezeichnet werden Konzepte oder Projekte, die besonders kreative Ideen bei der Energieeinsparung, der Energieeffizienzverbesserung, der Nutzung regenerativer Energiequellen und der Energiespeicherung enthalten und umsetzen.
- Umfassendes Klimaschutzkonzept des Landkreises Marburg-Biedenkopf stellt wichtige Planungsgrundlage für die Zukunft dar - Datenermittlung und deren Auswertung erlaubt strategische Ausrichtung auf dem Weg zur Energiewende.
- Am 26.9.2011 fand in Eutin die Erste Regionalkonferenz zum Höchstspannungsnetzaubau in den Kreisen Ostholstein und Plön statt. Weitere Informationen zu diesem ersten Schritt im beginnenden Dialog- und Kommunikationsprozess um die geplante mögliche Trassenführung im Gebiet der beiden Kreise finden sie hier.
- Landkreis Fulda: Umweltfreundliche Energie aus Holz, Sonne und Biogas. Im Landkreis Fulda wird verstärkt auf die Nutzung erneuerbarer Energien in den Liegenschaften des Kreises gesetzt.
- Kommunales EnergieEntwicklungskonzept im Landkreis Roth - ENERGIE & NACHHALTIGKEIT. Die 16 Landkreisgemeinden und der Landkreis Roth haben beschlossen, ein gemeinsames Energieentwicklungskonzept zu erstellen, das Wege aufzeigt, den Landkreis und seine Gemeinden in eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung zu führen.
- Auf Initiative des Landkreises St. Wendel und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land mbH steht seit Mai 2011 ein Solardach-Kataster für alle Kommunen im Landkreis St. Wendel zur Verfügung. Es wurde eine Solardach-Potenzialanalyse im Landkreis St. Wendel erstellt, die die Eignung aller Dächer für die Gewinnung von Solarenergie – elektrisch und thermisch – bewertet.
- Jurenergie e.G.: ein Projekt des Landkreises Neumarkt i. d. Oberpfalz, mit dem sich die Bürger im Kreis selbst an Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien beteiligen können.
- Der Kreis Altenkirchen erstellt gemeinsam mit kreisangehörigen Gemeinden ein Klimaschutzkonzept.
- Energie effizient einsetzen - eine gemeinsame Aktion des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen und der regionalen Wirtschaft.
- Der Landkreis Kitzingen plant ein Energiekonzept.
- Der Landkreis München vergibt in diesem Jahr zum fünften Mal den Energiepreis für herausragende Leistungen zur Verwirklichung der Energievision. Insgesamt soll mit diesem Preis die Umsetzung der Energievision gefördert werden.
Die Energievision zielt darauf ab, bis zum Jahr 2050 im Landkreis München 60% der Energie einzusparen und den verbleibenden Rest regenerativ abzudecken.
- Neues Energieeffizienz-Projekt für Unternehmen im Landkreis Günzburg. Ziel des Programms, das sich an kleinere und mittlere Unternehmen wendet, ist es, die Energiekosten zu senken und betriebswirtschaftliche Vorteile einzelner Maßnahmen messbar zu machen.







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