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  • Pressemitteilung vom 3. Februar 2009

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Landkreistag zum „DSL-Gipfel“ im Bundeskanzleramt:

Schließen von Versorgungslücken auf dem Land gerade für die mittelständische Wirtschaft existenziell

Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat anlässlich des heutigen Treffens von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mit der Telekommunikationsbranche bekräftigt, welche Bedeutung die Verfügbarkeit von schnellen Internetzugängen gerade für die ländlichen Gebiete hat. Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) sagte: „Das Schließen der noch bestehenden 'weißen Flecken’ im ländlichen Raum ist unverzichtbar. Schnelles Internet ist heute so bedeutsam und grundlegend wie früher die Anbindung an das Straßen- oder Schienennetz. Gerade für die mittelständisch geprägte und flächendeckend vorhandene Wirtschaft in unserem Land ist ein schnelles Datennetz existenziell. Dies gilt in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs in besonderem Maße.“

Das Ungleichgewicht in der Breitbandversorgung zwischen städtischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen müsse unbedingt überwunden werden, um eine dauerhafte „digitale Spaltung“ zwischen Stadt und Land zu vermeiden, so Duppré. Ähnlich wie der Aufbau dieser Infrastrukturen im 19. und 20. Jahrhundert ganz entscheidende Wachstumsimpulse gesetzt hätte, werde auch der Aufbau breitbandiger Internetverbindungen maßgeblich zum notwendigen Strukturwandel in Deutschland beitragen.

Der Deutsche Landkreistag unterstütze daher die Initiative der Bundesregierung, die den Breitbandausbau in Deutschland massiv vorantreiben und kurzfristig die noch bestehenden Versorgungslücken in der Fläche schließen will. „Die Landkreise werden diesen Prozess aktiv und in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden im ländlichen Raum fördern, wie dies auch heute schon geschieht. Vor allem sind aber die Unternehmen gefragt, ihrer Verantwortung im Wettbewerb gerecht zu werden.“

Das Ziel, bis spätestens Ende 2010 bisher nicht versorgte Gebiete an schnelles Internet anzuschließen, könne aber nur der erste Schritt sein. „Schon heute ist erkennbar, dass für fortschrittliche Anwendungen wie E-Health oder E-Learning größere Übertragungsraten als die heute üblichen erforderlich sind“, machte Duppré deutlich. Es sei davon auszugehen, dass bereits in absehbarer Zukunft Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge mit Downloadraten von mindestens 50 MBit/s und mehr benötigt würden. Auch wenn es jetzt zunächst darum gehen müsse, alle notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um bis Ende 2010 eine Grundversorgung zu erreichen, dürften solche weitergehenden Zielsetzungen nicht aus den Augen verloren werden – zumal andere EU-Staaten wie Schweden, Dänemark, Finnland und Frankreich den Aufbau von Glasfasernetzen forcieren würden. „Es geht also auch um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich“, so der DLT-Präsident abschließend.


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