• Drucken
  • wandern elbsandsteinBauern und Landkreise erwarten Rückenwind für den ländlichen Tourismus

    Vor dem Hintergrund der anstehenden Erstellung einer Tourismuskonzeption für den ländlichen Raum haben die Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus, der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Landkreistag gemeinsam die Bundesregierung aufgefordert, den Tourismus im ländlichen Raum nach Kräften zu unterstützen. „Es geht darum, die Rahmenbedingungen im Hinblick auf Infrastruktur, Förderkulisse, Statistik und Marketing nachhaltig zu verbessern. Wir erwarten von der Bundesregierung spürbaren Rückenwind für die ländliche Tourismusentwicklung“, betonten die Präsidenten Ute Mushardt, Gerd Sonnleitner und Hans Jörg Duppré im Positionspapier „Ländlichen Tourismus stärken!“.

    Nach Aussage der drei Verbände ist es dringend notwendig, dass der Landtourismus auch von der Politik mehr Beachtung erfährt. „Zu unserem Bedauern fristet der ländliche Tourismus im Vergleich zu Städtereisen trotz seiner positiven Entwicklung immer noch ein Schattendasein“, machte Sonnleitner deutlich. Ein touristisches Gesamtkonzept für den länd­lichen Raum könne helfen, dass der Landtourismus attraktiver vermarktet werde. Dabei gehe es nach Aussage von Mushardt um ein Bündel von Maßnahmen, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden können. „Hierzu zählen beispielsweise der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum, die Anpassung von Förderprogrammen im Hinblick auf den ländlichen Tourismus und die bessere Vermarktung landtouristischer Angebote im In- und Ausland“, betonte Mushardt.

    Landrat Duppré wies daneben auf die regionalpolitische Bedeutung des Tourismus hin: „Durch eine bessere Nutzung des touristischen Potenzials können Arbeitsplätze im ländlichen Raum entstehen und gesichert werden. Ein erfolgreicher Tourismus trägt daher erheblich zur wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume bei. Daran haben wir ein elementares Interesse und stehen gerne bereit, uns aktiv in den Konzeptionsprozess auf Bundesebene einzubringen.“