T + - reset
Sie befinden sich hier > Startseite > Presseforum > Pressemitteilungen > Pressemitteilung vom 19. August 2009

  • Pressemitteilung vom 19. August 2009

Drucken

Landkreistag begrüßt Kabinettsbeschluss zu Schweinegrippe-Impfungen – Umsetzung aber weiter ungeklärt

Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat den heutigen Kabinettsbeschluss zur Kostentragung bei den anstehenden Schweinegrippe-Impfungen begrüßt. Präsident Landrat Hans Jörg Duppré sagte, es sei richtig, dass die Krankenkassen bis zur vereinbarten Grenze für die Kosten aufkämen. Weiter ungeklärt sei allerdings die bedeutsame Frage der Durchführung der Impfungen:

„Nun sind die Länder am Zug, die über die wichtigen Umsetzungsfragen entscheiden müssen. Sie müssen auch bestimmen, wer die Impfungen konkret durchführt. Wir sprechen uns dafür aus, nicht über das Ziel hinauszuschießen und schwerpunktmäßig auf das enge Netz der Hausärzte zurückzugreifen. Der öffentliche Gesundheitsdienst wird selbstverständlich in diesem Rahmen koordinierend und ergänzend tätig, etwa bei der Information der Bevölkerung oder dem Impfen von Verwaltungsmitarbeitern, Feuerwehrleuten oder Krankenpflegern.“

Duppré bekräftigte die Kostentragungspflicht der Krankenkassen: „Es handelt sich bei der Impfung um eine von den Krankenkassen zu bezahlende Behandlung. Daher war es richtig, dies in Gestalt der nun beschlossenen Verordnung gegenüber den Krankenkassen auch durchzusetzen.“

Offen sei aber nach wie vor die Frage der Durchführung der Impfungen. Hier müssten die Länder zügig über die konkreten Schritte befinden. Durch Impfungen im bewährten Hausarztsystem könne die nötige Praktikabilität einer Massenimpfung sichergestellt werden. Duppré: „Grundsätzlich sollten die Hausärzte impfen. Sie kennen ihre Patienten am besten und wissen ohne Weiteres, ob sie zur Risikogruppe gehören. Dem öffentlichen Gesundheitsdienst kommt daneben selbstverständlich eine ergänzende Funktion zu, wenn beispielsweise ganze Belegschaften in der jeweiligen Dienststelle geimpft werden müssen. Zudem erfüllen die Gesundheitsämter wichtige koordinierende Aufgaben sowie informieren die Bevölkerung in geeigneter Weise.“

Generell warnte er davor, bei den Vorbereitungen auf die erwartete Grippewelle mehr zu tun als notwendig: „Bei der Schweinegrippe wurde die Pandemiewarnstufe ausgerufen, d.h. Ansteckungsgefahr und Verbreitung können auch in Deutschland groß sein. Aber die Krankheit verläuft bislang eher milde, so dass es nicht notwendig ist, ein Katastrophenschutzszenario aufzubauen mit vielen neu einzurichtenden Impfstützpunkten in jeder Stadt.“ Dies würde obendrein auch über mehrere Monate erhebliche zusätzliche Kosten für Personal, Räumlichkeiten und Verkehrsflächen verursachen. „Es geht uns darum, für die Situation angemessen gewappnet zu sein und nicht überzureagieren. Das wäre schlicht unverhältnismäßig“, so Duppré abschließend.

  • Veranstaltungshinweise
    • 29. - 30.11.2017


      11. Fortbildungs und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement
       
    • 24.11.2017


      Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest
       
    • 29.11.2017


      Die Zukunftsfähigkeit der Einfamilienhausbestände - Problemlagen, Handlungsansätze, Szenarien 2050
       
    • 27. - 28.11.2017


      Tag der kommunalen Jobcenter 2017

       
    • 29.11. - 1.12.2017


      AKNZ Fachkongress zum Betreuungswesen im Bevölkerungsschutz