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  • Pressemitteilung vom 29. Juli 2009

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Impfungen gegen Schweinegrippe

Bewährte Strukturen des Hausärztesystems nutzen – Krankenkassen müssen Kosten übernehmen

Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat sich anlässlich des Streits um die Kosten der vorgesehenen Impfungen gegen die Schweinegrippe dafür ausgesprochen, derartige Behandlungen durch die Hausärzte durchführen zu lassen.

Präsident Landrat Hans Jörg Duppré sagte: „Bei den zu erwartenden Massenimpfungen haben wir keine andere Wahl, als auf das flächendeckende und bewährte Netz der niedergelassenen Ärzte zurückzugreifen. So ist es möglich, in kurzer Zeit Millionen von Personen zu immunisieren. Hier sollten sich die Krankenkassen nicht ihrer Pflicht zur Kostenübernahme entziehen.“

Allein die Hausärzte verfügten über die notwendigen Informationen, um anhand der jeweiligen Patientenakte eventuelle Unverträglichkeiten schnell aufzuspüren und anschließend sicher zu impfen. Er forderte in diesem Zusammenhang die Krankenkassen auf, ihren Widerstand gegen die Kostentragung für Impfungen gegen den Schweinegrippe-Erreger zu beenden. „Es handelt sich bei der Impfung gegen Schweinegrippe um eine von den Krankenkassen zu bezahlende Behandlung. Daher unterstützen wir das Bundesgesundheitsministerium dabei, dies gegenüber den Krankenkassen auch durchzusetzen“, so Duppré.

Durch Impfungen im bewährten Hausarztsystem könnten Impfkomplikationen auf ein Minimum reduziert und die nötige Praktikabilität einer solchen Massenimpfung sichergestellt werden. Duppré sprach sich dagegen aus, die Impfungen durch den öffentlichen Gesundheitsdienst in Ländern, Landkreisen und Gemeinden durchführen zu lassen. „Für die Betroffenen würde dies bedeuten, zuerst bei ihrem Hausarzt vorstellig zu werden, um Impfunverträglichkeiten abklären zu lassen, und sodann ins Gesundheitsamt wegen der eigentlichen Impfung gehen zu müssen. Dies ist nicht nur für die betroffenen Personen unzumutbar, sondern verursacht mehr Bürokratie und höhere Kosten. Diese Fragen müssen zügig geklärt werden, damit der Streit nicht auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen wird“, so Duppré abschließend.

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