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  • Pressemitteilung vom 28. Juli 2009

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Tarifkompromiss im Sozial- und Erziehungsdienst

Qualitätsverbesserung in Kitas bleibt auf der Tagesordnung

Der Deutsche Landkreistag (DLT) trägt den gestern ausgehandelten Tarifkompromiss im Sozial- und Erziehungsdienst mit. Zwar gehe der Abschluss über die finanzielle Leistungsgrenze der Kommunen hinaus, allerdings sei zu begrüßen, dass damit nunmehr der Kita-Streik ein Ende gefunden habe.

Präsident Landrat Hans Jörg Duppré sagte: „Endlich kann in den Einrichtungen wieder zu normalen Abläufen zurückgekehrt werden. Viel zu lange wurde der Tarifstreit auf dem Rücken von Eltern und Kindern ausgetragen.“ Er wies aber auch darauf hin, dass die Einigung keine Qualitätsverbesserung mit sich bringen würde. „Von daher bleibt der Punkt Qualität weiter auf der Tagesordnung.“

In den Einrichtungen bräuchte man vor allem mehr und besser ausgebildete Erzieher und möglichst auch mehr Männer. „Derzeit lässt das Aus- und Fortbildungsniveau leider noch immer zu wünschen übrig. Daran ändert der gestrige Kompromiss nichts.“ Auch Verbesserungen in der Relation von Erziehern zu Kindern seien mit dem teuren Tarifabschluss nicht näher gerückt, so Duppré. Er sprach sich generell für mehr Fortbildungsangebote aus, die dann verpflichtend sein sollten, wenn höhere Vergütungsgruppen angestrebt würden. Zudem sei ein Teil der Erzieher akademisch im Rahmen eines Bachelor-Studiums auszubilden, um bestimmte Führungsaufgaben wahrnehmen zu können.

Der ausgehandelte Kompromiss würde die notwendigen Veränderungen nicht angehen, sondern lediglich die Bezüge der Erzieher und Sozialarbeiter erhöhen. „Die Kommunen wird der Kompromiss zwischen 500 und 700 Mio. Euro pro Jahr kosten. Bei aller gebührenden Anerkennung für die Arbeit der Mitarbeiter in den Einrichtungen geht dies weit über das hinaus, was die Kommunen in Zeiten von Wirtschaftskrise und wegbrechenden Steuereinnahmen verkraften können. Dadurch werden zudem der notwendige Krippenausbau und auch die weitere Arbeit an der Verbesserung der Betreuungsqualität gebremst“, so Duppré abschließend.

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