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  • Pressemitteilung vom 19. Juli 2016

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IntegrationbuntVorfälle in Regionalzug bei Würzburg
Landkreistag warnt vor voreiligen Schlüssen

Der Deutsche Landkreistag warnt vor dem Hintergrund des schrecklichen Angriffes in einem Regionalzug bei Würzburg vor voreiligen Schlüssen. Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke sagte, man müsse die weiteren Ermittlungen erst abwarten, bevor man zu Tatmotiv und möglichen psychischen Störungen des Täters etwas sagen könne. „Dass es sich um einen 17-jährigen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aus Afghanistan handelt, sollte für uns keinen Anlass für Spekulationen liefern. Terroristische Hintergründe kann man zwar nicht ausschließen, sollte sie aber ohne weitere Aufklärung auch nicht herbeireden. Das beherzte und konsequente Eingreifen der Polizei verdient unser aller Dank und Anerkennung."

Der Deutsche Landkreistag fühlt mit den Verletzten und deren Angehörigen. „Die Jugendämter der Landkreise seien für die Unterbringung und Versorgung minderjähriger Flüchtlinge zuständig, die allein in unser Land kommen. Von daher betreffen uns die Vorfälle dieser Nacht in besonderem Maße", so Henneke weiter. Die Landkreise würden zunächst feststellen, welche Art von Hilfe der jeweilige Jugendliche brauche und wo er untergebracht werden könne. Das könne ein Heim, eine Wohngruppe oder eine Pflegefamilie sein. „Knapp die Hälfte der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Bayern stammt aus Afghanistan. Insgesamt waren Ende März dieses Jahres mehr als 15.000 minderjährige Flüchtlinge in Bayern untergebracht."

Landkreise und kreisfreie Städte hätten im vergangenen Jahr bundesweit etwa 60.000 unbegleitete Minderjährige aufgenommen. „Die Landkreise unternehmen alles in ihrer Macht stehende, um den jungen Menschen das Ankommen in Deutschland zu ermöglichen. Hierzu zählen auch Trauma-Therapien. Bund und Länder haben durch das Ermöglichen einer bundesweiten Verteilung zudem erreicht, dass sich die Situation in den besonders belasteten Landkreisen und kreisfreien Städten etwas entspannen konnte."


Bild: Trueffelpix - Fotolia.com
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