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  • aktenHartz IV-Empfängerzahlen im April
    Wenig Veränderung – Klagen und Widersprüche regional sehr unterschiedlich verteilt

    Mit 6,15 Mio. bleibt die Zahl der Personen im Leistungssystem SGB II (Hartz IV) im April annähernd konstant. Der geringe Rückgang (um 0,34 %) ist typisch für den saisonalen Verlauf. Vergleicht man die Verteilung der Leistungsempfänger mit der Zahl der Klagen und Widersprüche, zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede: So legen die Leistungsempfänger vor allem in den östlichen Bundesländern Widerspruch ein bzw. klagen. Die Ursachen für die regionalen Unterschiede dürften u.a. in der unterschiedlich ausgeprägten Akzeptanz der Entscheidungen der Jobcenter, den Bearbeitungszeiten der Gerichte sowie ein Stück weit in der Arbeit und Kommunikation der Jobcenter liegen.

    Der Deutsche Landkreistag hat heute die SGB II-Empfängerzahlen für den Monat April veröffentlicht und stellt sie in Relation zu den Einwohnerzahlen dar. Dabei zeigen sich weiter erhebliche regionale Unterschiede zwischen den Ländern.

    Der Rückgang der Zahl der Leistungsempfänger gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 % ist weiter durch eine hohe Spreizung zwischen den östlichen und den westlichen Flächenländern geprägt. Der prozentuale Rückgang in den östlichen Flächenländern mit 3,5 % überschreitet den Rückgang der westlichen Flächenländer von 0,2 % um etwa das Siebzehnfache.

    Somit bezieht im Osten jeder zehnte (10,5 %) und in den Stadtstaaten jeder siebte Bundesbürger (14,2 %) Hartz IV-Leistungen, in den Flächenländern West ist es jeder Sechzehnte (6,3 ). Gegenüber dem Vormonat März ist der Bestand ganz geringfügig um 0,34 % zurückgegangen (um 21.300 Leistungsberechtigte).

    Bemerkenswert sind die Unterschiede, die sich zwischen der regionalen Verteilung der Bedarfsgemeinschaften und den Klagen und Widersprüchen ergeben:

     

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    Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit über den Bestand von Widersprüchen und Klagen, Zeitreihe zu Bedarfsgemeinschaften und deren Mitglieder, eigene Berechnungen des DLT

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    Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis der Statistik der BA, Zeitreihe, Statistisches Bundesamt 2012 und Gemeindeverzeichnis 31.12.2011

    Der Deutsche Landkreistag veröffentlicht monatlich – parallel zur Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit – die Darstellung der Empfängerzahlen für das SGB II und damit auch für den gesamten Bereich der Langzeitarbeitslosen einschließlich ihrer Familien. Weitergehende Informationen sind im Statistikauftritt der Bundesagentur, die die amtliche Statistik für das SGB II führt, verfügbar.