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    Entwicklung der Hartz IV-Empfängerzahlen im Januar: Langzeitarbeitslose zuerst von Wirtschaftskrise betroffen

    Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat heute die Daten zur Entwicklung der Zahl der Hartz IV-Empfänger im Monat Januar veröffentlicht. Verbandspräsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) befürchtet, dass die Langzeitarbeitslosen von der sich abzeichnenden Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation besonders betroffen sein werden. „Der konjunkturelle Abschwung trifft die Langzeitarbeitslosen zuerst, da die Konkurrenz um Arbeitsplätze in Zeiten der wirtschaftlichen Krise zunimmt. Vor diesem Hintergrund dürfte der Jahresdurchschnitt der Empfängerzahlen schon bald in diesem Jahr die 7-Mio.-Grenze nach oben durchbrechen.“

    Im Einzelnen ist die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit im Januar durch folgende Eckdaten gekennzeichnet:

    Im Januar 2009 befanden sich 6,3 Mio. Menschen im Leistungssystem SGB II (Hartz IV).
    Das bedeutet gegenüber dem Vormonat Dezember 2008 einen Zuwachs um 0,3%.
    Gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2008 ist das ein Rückgang um 6,4%.
    Im gleichen Zeitraum von Januar 2008 bis Januar 2009 ist die Anzahl der Kinder unter 15 Jahren um 7% auf 1,65 Mio. zurückgegangen. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2008 sind sie lediglich um 0,2% gesunken.

    Der Deutsche Landkreistag veröffentlicht monatlich parallel zur Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit die Zahlen für das SGB II und damit den gesamten Bereich der Langzeitarbeitslosen einschließlich ihrer Familien.