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Kurzmeldung vom 27. September 2012
Messerattacke im Jobcenter NeussOffener Brief von Bundesagentur, Deutschem Landkreistag und Deutschem Städtetag
Im Jobcenter Rhein-Kreis Neuss ist eine 32-jährige Frau nach einer Messerattacke durch einen Kunden getötet worden. Die Bundesagentur für Arbeit hat gemeinsam mit dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städtetag das nachfolgende Schreiben verfasst, um den direkt betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen anderen Jobcenter-Mitarbeitern zu signalisieren, dass sie in ihrer täglichen Arbeit wertgeschätzt und in dieser Situation unterstützt werden.
Der Brief im Wortlaut:
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
leider müssen wir Ihnen die traurige Mitteilung machen, dass es heute im Jobcenter Neuss zu einem Angriff auf eine junge Kollegin kam, die in Folge dessen an ihren Verletzungen verstorben ist.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden der verstorbenen Kollegin. Unsere Gedanken sind aber auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenters Neuss, die unmittelbar den Angriff miterleben und unvorstellbare Eindrücke verarbeiten müssen.
Nichts rechtfertigt diese Tat. Wir distanzieren uns ausdrücklich von Gewalt. Ihr Schutz hat für uns höchste Priorität. Wir müssen uns aber auch eingestehen, dass jegliche vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen dieses Unglück heute nicht hätten verhindern können.
Wir wissen um die emotionale und zum Teil aufreibende Arbeit in den Jobcentern. Wir nehmen die Gefahren durch Übergriffe in den Jobcentern sehr ernst, möchten aber nicht von einer allgemeinen Bedrohungslage sprechen. Wir sind ein offenes Haus und wollen es auch bleiben, Einmauern kommt nicht in Frage.
Es gibt Möglichkeiten für Sie zu lernen, mit Krisensituationen präventiv umzugehen und diese zu bewältigen. Wir können nur anregen, diese Schulungsangebote bei Bedarf anzunehmen. Wir möchten auch appellieren, dass Sie in Bedrohungssituationen frühzeitig auf Ihre Führungskraft zugehen. Weisen Sie Ihre Kollegen, Ihr Umfeld rechtzeitig auf eine mögliche Gefahr hin.
Derzeit läuft die Aufklärung des Tatherganges noch. Uns war es wichtig, Sie über dieses noch unfassbare Ereignis zu informieren.
In gemeinsamer stiller Trauer
Heinrich Alt für den Vorstand der BA
Prof. Dr. Hans-Günter Henneke für den Deutschen Landkreistag
Dr. Stephan Articus für den Deutschen Städtetag







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