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  • Kurzmeldung vom 2. Juli 2009

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Kongress „Demografischer Wandel – Region schafft Zukunft“

„Nur was Arbeit schafft, hält die Menschen in der Region“

Am 30.6.2009 fand in Berlin ein Kongress zum Modellvorhaben „Demografischer Wandel – Region schafft Zukunft“ statt. Vorgestellt wurden gute Beispiele aus den teilnehmenden Regionen „Stettiner Haff“ und „Südharz-Kyffhäuser“ mit den Landkreisen Uecker-Randow, Ostvorpommern, Mansfeld-Südharz und dem Kyffhäuserkreis. Das Modellprojekt endet für diese Landkreise im September d.J., wird aber mit dem Werra-Meißner-Kreis und dem Kreis Nordfriesland bezogen auf Westdeutschland fortgeführt.

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V.l.n.r.: Landrätin Dr. Barbara Syrbe (Ostvorpommern),
Landrat Dr. Volker Böhning (Uecker-Randow),
Matthias Grünewald (Mansfeld-Südharz) und
Landrat Peter Hengstermann (Kyffhäuserkreis).
Auf der gut besuchten Veranstaltung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurden erste Ergebnisse des Modellvorhabens „Demografischer Wandel – Region schafft Zukunft“ einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Neben Fachvorträgen zum Thema sind hierbei auch die Landräte sowie Praktiker der beteiligten Landkreise Uecker-Randow, Ostvorpommern, Mansfeld-Südharz und dem Kyffhäuserkreis u.a. im Rahmen einer Podiumsrunde zu Wort gekommen und beschrieben die konkret für ihren jeweiligen Landkreis infolge der demografischen Veränderungen zu bewältigenden Herausforderungen. Zentral für die Zukunftsfähigkeit eines Landkreises sei nach übereinstimmender Auffassung der anwesenden Landräte ein ausreichendes und attraktives Arbeitsplatzangebot. Landrat Peter Hengstermann (Kyffhäuserkreis) brachte es auf den Punkt, indem er sagte: „Nur was Arbeit schafft, hält die Menschen in der Region.“

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee betonte, dass der demografische Wandel die neuen Länder besonders stark treffe und in den ländlichen Regionen die demografische Entwicklung durch die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Menschen noch beschleunigt werde. Dadurch verschärfe sich das Problem des Fachkräftemangels für die Unternehmen weiter. Aber auch ländliche Regionen in den alten Bundesländern seien zunehmend betroffen. Deswegen müsse die Gestaltung des demografischen Wandels jetzt „von einer Modellaufgabe zur Regelaufgabe werden“. Das Thema gehöre ganz oben auf die Tagesordnung, damit Menschen in ländlichen Räumen eine Perspektive in ihrer Heimat vorfänden. Sie hätten unabhängig von ihrem Wohnort ein Anrecht auf eine gleichwertige Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen und Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung.

Er sagte auch, dass ländliche Regionen ausreichend Gestaltungsspielraum benötigten, um eigene praktikable Antworten zu finden. Bund und Länder müssten sich stärker in der Demografiepolitik bezogen auf die Bereiche Wirtschaft, Bildung, Raum- und Stadtentwicklung sowie Gesundheit und Familien abstimmen, „wenn wir den Spielraum für Eigeninitiative der Regionen in Zukunft erweitern wollen.“ Generell versuchte er zu vermitteln, dass er sich als Minister stark für die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume einsetzen würde und nahm auch noch einmal Bezug auf die umstrittene Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung („Demografischer Wandel – Ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder“ – herunterzuladen unter www.bmvbs.de) und versicherte, dass keine Region abgehängt und kein Mensch allein gelassen werde. Diese Herausstellung der ländlichen Räume und ihres berechtigten Anspruches auf gleichberechtigte Entwicklung ihrer Potenziale ist in Anbetracht des sonstigen, langjährigen Agierens des Bundesverkehrsministers vor allem in ihrer Deutlichkeit bemerkenswert.

Das mit den oben erwähnten ostdeutschen Landkreisen im September 2007 gestartete Projekt läuft noch bis zum September d.J. und wird bereits jetzt im Werra-Meißner-Kreis und im Kreis Nordfriesland fortgeführt. Die Umsetzung der demografischen Handlungskonzepte in den vier Modellregionen fördert der Bund mit insgesamt 5,7 Mio. Euro.

Nähere Informationen zu den mehr als 40 Einzelinitiativen und eine Projektbroschüre zum Modellvorhaben sind unter www.region-schafft-zukunft.de verfügbar


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