T + - reset
Sie befinden sich hier > Startseite > Presseforum > Kurzmeldungen > Themen > Internationale Grüne Woche > Premiere des Deutschen Landkreistages auf der Internationalen Grünen Woche

  • Premiere des Deutschen Landkreistages auf der Internationalen Grünen Woche

Lebenswerte Vielfalt in Landkreisen

Premiere des Deutschen Landkreistages auf der Internationalen Grünen Woche

Von Dr. Markus Mempel, Berlin

Im letzten Monat gab es eine Premiere der besonderen Art: Der Deutsche Landkreistag hat sich vom 18.1. bis 27.1.2008 erstmalig an der Internationalen Grünen Woche (IGW) mit einer eigenen Standpräsenz beteiligt. In Halle 21b – der Länderschau – hatten unter dem Dach des DLT insgesamt 19 Landkreise Gelegenheit, unter dem Motto „Lebenswerte Vielfalt in Landkreisen – Eine abwechslungsreiche Deutschlandtour“ ländliches Leben in den Kreisen greifbar zu machen und anhand von Projekten, Initiativen, regionalen Spezialitäten etc. darzustellen. Der gelungene Auftritt hat dabei die Hallenkonzeption bereichert und neben der Darstellung der Attraktivität des Landlebens Anlass für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Politik für die ländlichen Räume und die Vermittlung von DLT-Positionen geboten. Dazu zählten beispielsweise Gespräche mit Politikern, die Teilnahme von DLT-Vizepräsidenten an einer von der Hauptgeschäftsstelle konzipierten Gesprächsrunde zum demografischen Wandel im Rahmen des Hallenprogramms oder die Ausrichtung einer eigenen Fachveranstaltung zur integrierten ländlichen Entwicklung.

Die IGW auf dem sicheren Weg zur Weltagrarmesse
Während der Eröffnungsveranstaltung am Vorabend der Messe sprach Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner davon, dass die Grüne Woche schon bald dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos den Rangablaufen werde und sich in diesem Sinne mehr und mehr zum Weltagrargipfel mausere. 01Die Zahlen geben ihm Recht: 425.000 Besucher durchquerten in diesem Jahr die 26 Messehallen in zehn Tagen. Damit wurden etwa genauso viele Gäste wie im vergangenen Jahr registriert, darunter deutlich mehr Fachbesucher (2008: 110.000 Fachbesucher, 2007: 100.000). Mit über 200 nationalen und internationalen Politikern verzeichnete die Grüne Woche die höchste Beteiligung von Politprominenz in ihrer Geschichte. Die Präsenz von 5.000 Medienvertretern aus 70 Ländern sorgte für weltweite Berichterstattung. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer begrüßte auf seinem Eröffnungsrundgang allein 17 europäische Amtskollegen an den jeweiligen Länderständen. Unter den 1.500 Teilnehmern der erstmals veranstalteten Internationalen Agrarministerkonferenz befanden sich zudem 32 internationale Minister und Staatssekretäre sowie 650 Mitglieder offizieller Regierungsdelegationen aus 36 Ländern.

Deutscher Landkreistag als sichtbarer Repräsentant des ländlichen Raumes
Diesen Gesamtkontext konnte sich der Deutsche Landkreistag zunutze machen, um als Repräsentant der Belange des ländlichen Raumes sichtbar aufzutreten. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt seit jeher in der Vertretung der Interessen des ländlichen Raumes. Die Sicherung und Herstellung gleichwertiger Lebens-, Versorgungs-, Arbeits- und Entwicklungsbedingungen im Verhältnis zum städtischen Bereich ist eines der wichtigsten Verbandsziele. In diesem Zusammenhang bot eine Teilnahme an der Grünen Woche als Aussteller eine hervorragende Gelegenheit, die Positionen des DLT zu Fragen der ländlichen Entwicklung einem größeren (Fach-)Publikum näher zu bringen.02Die Idee einer eigenen DLT-Präsentation entstand im Herbst 2007 in enger Abstimmung mit dem Deutschen Bauernverband und wurde von der DLT-Verbandsspitze einhellig befürwortet. Es wurde darin eine sehr gute Möglichkeit gesehen, als Deutscher Landkreistag und insgesamt als Kreisbereich auf der Grünen Woche vertreten zu sein. Klar war, dass ein Verbandsauftritt im Sinne einer lebendigen und interessanten Messepräsentation nur umzusetzen war, wenn es gelingen würde, dem Kreisbereich über die Vorstellung einzelner Landkreise und deren Initiativen und Projekten unter dem Dach des DLT auf der Grünen Woche Gesicht und Stimme zu verleihen.

Dieser konzeptionelle Ansatz wurde von den in Halle 21b ausstellenden Bundesländern, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), der EU-Kommission sowie der Messe Berlin ausdrücklich begrüßt und dem Deutschen Landkreistag kurzfristig angeboten, sich in dieser Halle als neuer Partner – auch langfristig – zu engagieren. Gemäß dem Anspruch der ausstellenden Akteure bot der DLT nach deren einhelliger Auffassung neben der Darstellung der Attraktivität des Landlebens insbesondere die Gewähr für die Vermittlung inhaltlicher Aspekte bezogen auf die Politik für die ländlichen Räume im Rahmen des Hallenmottos „LebensTraum Dorf“. Seit jeher verfolgt die Halle 21b konzeptionell das Ziel, den ländlichen Raum nicht wie in den anderen Messehallen vornehmlich mittels Nahrungs- und Genussmitteln erfahrbar zu machen, sondern darüber hinaus zu gehen und auch inhaltliche und fachliche Fragen zu thematisieren. Insofern bietet die Aufnahme des DLT in den Kreis der Aussteller in dieser Halle eine hervorragende Gelegenheit zur Darstellung des diesbezüglichen Verbandsengagements.


Die Freude in der Hauptgeschäftsstelle war groß, als im November – trotz ausgesprochen enger Zeitschiene – fast 30 Landkreise dem Aufruf folgten, ihre Kurzkonzepte für den DLT-Stand einzureichen.03 Aus dieser unerwarteten Fülle von Vorschlägen wurden von der Hauptgeschäftsstelle insgesamt 19 Landkreise ausgewählt, die sich jeweils an einem Messetag die vom DLT angemietete, möblierte und mit einem einheitlichen Standlayout versehene Ausstellungsfläche teilten. Dies waren die Kreise Minden-Lübbecke, Coesfeld (in Kooperation mit den Kreisen Borken, Steinfurt und Warendorf), Höxter, Lippe, Aachen, die Landkreise Cham, Döbeln, Oder-Spree, Südwestpfalz, Neumarkt i.d.OPf., Ostallgäu, Darmstadt-Dieburg, Oberhavel, Harz, Osterode am Harz, Kronach sowie der Altmarkkreis Salzwedel, der Hochsauerlandkreis und der Ilm-Kreis. Diese Landkreise wurden von der Hauptgeschäftsstelle im Vorfeld konzeptionell begleitet, koordiniert und über die gesamte Messezeit auf der Grünen Woche betreut. Über eine direkte Standbeteiligung hinaus waren zudem die Landkreise Stendal und Düren im Rahmen von Diskussionsrunden oder anderen Darbietungen auf der Landschau-Bühne in Halle 21b vertreten, so dass insgesamt zwei Dutzend Landkreise auf die eine oder andere Weise präsentiert werden konnten.

Die Präsentation des Deutschen Landkreistages wurde von den teilnehmenden Landkreisen sowie von Besuchern, Fachpublikum, Mitausstellern von Bund und Ländern und nicht zuletzt der Messe Berlin als äußerst gelungen bezeichnet. Auch die Hauptgeschäftsstelle ist sehr zufrieden mit dem Auftritt: 04Neben der Vermittlung von Verbandspositionen über Gespräche und Informationsmaterialien (u.a. Broschüre „Starke Landkreise gestalten Zukunft des ländlichen Raumes“ und gemeinsames Positionspapier mit dem Bauernverband „Potenziale des ländlichen Raumes erschließen“) am Stand konnte dem Motto für den Messeauftritt vollends entsprochen und eine abwechslungsreiche Deutschlandtour durch die Landkreise angeboten werden. Bei dieser Gelegenheit konnten in zahlreichen Gesprächen mit Politikern aber auch weitere Belange des Deutschen Landkreistages wie etwa im Hinblick auf die Neuordnung des SGB II oder die Föderalismusreform II erläutert und mit Politikern besprochen werden. Im Folgenden werden die einzelnen Messetage im Rückblick betrachtet.

  • Veranstaltungshinweise
    • 21. - 22.11.2017


      Beteiligung in Dörfern und ländlichen Regionen gestalten
       
    • 29. - 30.11.2017


      11. Fortbildungs und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement
       
    • 24.11.2017


      Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest
       
    • 29.11.2017


      Die Zukunftsfähigkeit der Einfamilienhausbestände - Problemlagen, Handlungsansätze, Szenarien 2050
       
    • 27. - 28.11.2017


      Tag der kommunalen Jobcenter 2017