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  • Pressemitteilung vom 3. Januar 2012

hobelEntwicklung der Hartz IV-Empfängerzahlen im Dezember
Zwei von drei SGB II-Empfängern zählen nicht als arbeitslos

Der Deutsche Landkreistag hat heute die SGB II-Empfängerzahlen (Hartz IV) für den Monat Dezember veröffentlicht. Von den aktuell 6,2 Mio. Leistungsempfängern sind nur 4,5 Mio. erwerbsfähig (72 %) , davon werden wiederum nur knapp 2 Mio. als arbeitslos gezählt (32 % aller SGB II-Leistungsempfänger). Deshalb ist die Entwicklung der SGB II-Leistungsempfängerzahl von größerer Bedeutung als die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen.

Die statistische Abbildung der Arbeitslosigkeit und deren Entwicklung haben einen sehr geringen Aussagewert für die soziale Situation der SGB II-Leistungsempfänger. Dies hat seine Ursache darin, dass nur drei von vier Leistungsempfängern als erwerbsfähig gelten und davon wiederum weniger als die Hälfte als „arbeitslos“ im Sinne der statistischen Messung zählt. Deshalb werden nur 32 % der Hartz IV-Empfänger im Rahmen der Arbeitslosenzahlen erfasst. Vor diesem Hintergrund muss der Zahl der SGB II-Leistungsempfänger, die mehr als doppelt so groß ist wie die Zahl der „Arbeitslosen“, mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Die verzerrende Wirkung der statistischen Arbeitslosigkeit setzt sich bei der Langzeitarbeitslosigkeit fort. Diese ist definiert als Arbeitslosigkeit, die länger als ein Jahr andauert. Sie betrifft 936.000 Menschen, sagt für das SGB II aber wenig aus. Es gibt noch immer über 3 Mio. Langzeitleistungsbezieher im SGB II. Das sind Menschen, die innerhalb der letzten zwei Jahre mehr als 21 Monate SGB II-Leistungen bezogen haben.

Die aktuelle Entwicklung ist im Einzelnen durch folgende Eckdaten gekennzeichnet:
  • Im Dezember befanden sich nach den hochgerechneten Daten weiterhin rd. 6,15 Mio. Menschen im Leistungssystem SGB II (Hartz IV).
  • Die Hilfebedürftigkeit im SGB II spreizt sich zwischen 3,4 % der Einwohner in Bayern und 16,7 % in Berlin. Die Stadtstaaten weisen insgesamt mit 14,4 % gegenüber den Flächenländern im Westen mit 6,2 % den höchsten Wert auf.
  • Gegenüber dem Vormonat November ist der Bestand in etwa konstant geblieben (Rückgang um rd. 2.400 Leistungsberechtigte).
  • Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2010 liegt ein Rückgang um rd. 4,9 % vor.
  • Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2010 sind die Zahlen in den Stadtstaaten am geringsten (-2,3 %), in den östlichen Flächenländern am stärksten (-5,9 %) zurückgegangen, wobei die Unterschiede zwischen den Flächenländern Ost und West sich vermindern.
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Quelle: Statistik der BA, Bedarfsgemeinschaften und deren Mitglieder Dezember 2010, Eckwerte der Grundsicherung SGB II November, Dezember 2011 und Statistisches Bundesamt 2011, Gemeindeverzeichnis 31.12.2010

Der Deutsche Landkreistag veröffentlicht monatlich – parallel zur Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit – die Darstellung der Empfängerzahlen für das SGB II und damit auch für den gesamten Bereich der Langzeitarbeitslosen einschließlich ihrer Familien. Weitergehende Informationen sind im Statistikauftritt der Bundesagentur, die die amtliche Statistik für das SGB II führt, verfügbar.


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